Neue Fahrbahn dank Lecks

Nach Wasserrohrbrüchen: Brehmenacker in Baunatal bis November Baustelle

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Seit Monaten eine Baustelle: In der Straße „Am Brehmenacker“ wurden bereits die Leitungen unter dem Gehweg und der Fahrbahn verlegt. Mit dem Auto kann man dennoch sein Grundstück erreichen. Eine Sperrung erfolgt nur während der Asphaltierungsarbeiten. 

Baunatal. Die Straße „Am Brehmenacker“ war eine der letzten Betonpisten in Baunatal, schon mehr als 50 Jahre alt und mit einer dünnen Asphaltdecke beschichtet.

Gehalten hätten Fahrbahn und Bürgersteig dennoch eine ganze Weile. Doch ein „unterirdisches Problem“ beschert den Anliegern nun vorzeitig eine neue Straße, einen gepflasterten Gehweg und moderne LED-Beleuchtung inklusive: Die Stadt hat die Erneuerung dieser 400 Meter langen Straße in Auftrag gegeben, weil es dort zu viele Wasserrohrbrüche gab. Nun liegen schon die neuen Rohre in der Straße. Bis November soll die Fahrbahn asphaltiert werden.

Die Stadt investiert für die Anliegerstraße über eine dreiviertel Million Euro, 250 000 Euro für neue Abwässerkanäle, 130 000 Euro für die neue Wasserleitung und 385 000 Euro für die neue Fahrbahn und den Gehweg. Das sei gut angelegtes Geld, meint die Erste Stadträtin Silke Engler (SPD). Seit Jahren verfolge die Stadt das Konzept, Straßen nur dann „anzufassen“, wenn auch weitere Arbeiten notwendig sind.

Kaputte Rohre sind da ein Hauptargument. „Wir wollen einen Sanierungsstau vermeiden“, sagt sie. Dieser kann gerade im Bereich der Wasserversorgung schnell dramatisch und die Schäden finanziell heftig werden, wie sich zuletzt bei dem Defekt der Sprinkleranlage in der Stadthalle und dem Wasserschaden in der Kita Leiselfeld zeigte.

Auf lange Sicht lohne sich die kontinuierliche Erneuerung von Wasserleitungen aber schon aufgrund des Wasserverlusts, der durch Rohrbrüche entstehe, sagt Axel Kaiser, stellvertretender Betriebsleiter der Stadtwerke. Mit einem jährlichen Verlust von sechs bis acht Prozent sei Baunatal besser als der Landesdurchschnitt. Bei 1,4 Millionen Kubikmeter Wasser, die die Werke jedes Jahr ins Netz pumpen, sind das immerhin bis zu 110 000 Kubikmeter, die verloren gehen. „Wir wollen noch besser werden“, sagt Engler. In den nächsten vier Jahren plant die Stadt, noch einmal gut 3,5 Millionen Euro für die Erneuerung von Wasserleitungen auszugeben.

Für die meisten Anlieger hat die Baustelle am „Brehmenacker“ keine finanziellen Konsequenzen, da die Stadt keine Anliegerbeiträge erhebt. Lediglich fünf Anwohner hätten bisher die Erneuerung ihrer Hausanschlüsse über die Stadt in Auftrag gegeben, teilte Pressesprecherin Susanne Bräutigam mit. Die Stadt vereinbare mit der Baufirma einen Einheitspreis, das komme die Anlieger günstiger, so Engler.

Im Übrigen seien die Bauarbeiten mit allen Anwohnern abgesprochen worden. Lediglich während der Asphaltierung der Straße müsse diese für zwei bis drei Tage voll gesperrt werden. Die Autos könnten dann auf dem Parkplatz an der Waldstation abgestellt werden.

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