Neue Messung am Freitag – Eltern kritisieren mangelnde Information

Nach Wasserschaden in Baunatal: Kita-Raum ist immer noch dicht

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Entsorgung: Anfang Oktober räumten Mitarbeiter einer Spezialfirma das Untergeschoss der Heimbach-Kita aus. Noch immer laufen die Arbeiten. Derzeit wird der Bereich rund um das Haus aufgebaggert.

Baunatal. Noch immer ist das Untergeschoss der Heimbach-Kita in Baunatal nach einem Wasserschaden dicht. Am Freitag soll nach Angaben des Baunataler Rathauses gemessen werden, ob weiterhin Feuchtigkeit in dem Ruhe- und Bewegungsraum des Gebäudes an der Kieler Straße vorhanden ist.

Danach werde ein Zeitplan zusammen mit dem Vermieter zum weiteren Vorgehen entwickelt, so Erste Stadträtin Silke Engler (SPD).

Nach einem Wasserschaden Anfang August und anschließender Schimmelbildung wurde das Untergeschoss der städtischen Einrichtung luftdicht abgeriegelt. An einem Wochenende Anfang Oktober begann eine Spezialfirma im Auftrag des Vermieters damit, den feuchten Boden und Tapeten herauszunehmen (HNA berichtete).

Laut Rathaus bestand für die Kinder trotz der Schimmelbildung keine Gesundheitsgefahr. Das habe die Messung eines Prüflabors ergeben, sagte damals die erste Stadträtin. Baunatals Grüne hatten Fragen nach möglichen Gefahren für die Kinder aufgeworfen.

Mit Ablauf der Sanierung nicht einverstanden

Einige Eltern der 23 Kinder sind mit dem Ablauf der Sanierung allerdings nicht einverstanden. Unter anderem bemängelt Elternbeirätin Katja Valentin, dass die Eltern nicht ausreichend über den Schimmelbefall unterrichtet worden seien. In einem Schreiben der Stadt sei man lediglich über „bauliche Maßnahmen im Keller“ informiert worden, berichtet die Mutter. „Es war nicht die Rede von Schimmel.“

Derzeit werde der Bereich rund um das Haus wieder aufgebaggert, erläutert Valentin weiter. „Die Stadt sagt uns nichts.“ Weiterer Kritikpunkt der Elternbeirätin: Die Kinder, die in der Kita einen Mittagsschlaf halten, müssten seit der Sperrung des Ruheraumes auf dem Gang schlafen. Neue Kinder würden abgewiesen, weil es keine weiteren Schlafplätze auf dem Gang gebe. „Entweder müssten die Kinder auf ihren Mittagsschlaf verzichten oder die Eltern müssen sich eine andere Kita suchen.“

Die erste Stadträtin verweist darauf, dass die Sanierungsarbeiten eine gewisse Zeit brauchen. Schließlich wolle man auch gründlich vorgehen.

Unter anderem seien Löcher in den Boden gebort worden, um besser trocknen zu können. Nach den Messungen am heutigen Freitag werde man sich mit dem Vermieter am Montag erneut zusammensetzen.

Vom Vermieter selbst gab es trotz mehrfacher Anfrage der HNA keine Stellungnahme zum aktuellen Stand der Sanierung in der Heimbach-Kita.

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