Absolventen in der Stadthalle Baunatal

43 neue Kommissare mit Freude in den Polizeidienst

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Steigen in ein neues Berufsleben ein (von links): Manuela F. (31 Jahre, aus Ebsdorfergrund bei Marburg) und Hanna H. (29 Jahre, aus Schauenburg).

Baunatal. 43 Absolventen der Polizeischule erhielten bei in der Baunataler Stadthalle ihre Diplome als Polizeikommissare. Nun wartet alltägliche Polizeiarbeit auf sie.

„Ich wünsche mir, dass ich immer motiviert bleibe und Spaß am Beruf habe“, sagt Hanna H., deren vollständiger Name aus Sicherheitsgründen nicht genannt werden darf. Die 29-jährige Nordhessin ist eine von 43 Absolventen der Hessischen Hochschule für Polizei und Verwaltung in Kassel. Drei Jahre Studium haben die Polizeikommissar-Anwärter und -Anwärterinnen hinter sich und mussten in dieser Zeit für Fächer wie Polizei-, Kriminal-, Rechts- und Sozialwissenschaften büffeln. Am Freitag erhielten die Absolventen in der Baunataler Stadthalle feierlich ihr Diplom und tragen ab sofort den ersten von fünf möglichen Sternen auf dem Balken ihrer Uniformjacke.

Hanna H. geht im Februar nach Mühlheim bei Frankfurt, wo sie für die technische Einsatzeinheit arbeitet. „Ich bin sehr erwartungsvoll.“ Neben der Informations- und Kommunikationsgruppe wartet auf die 29-Jährige die Wasserwerfer- und Tauchgruppe. „Ich finde Tauchen sehr interessant.“ Privat hat die junge Frau bereits eine Tauch-Schnupperstunde besucht.

Freuen sich über ihren Abschluss zum Polizeikommissar (von links): Philipp G. (24 Jahre, aus Fuldabrück) und Martin S. (25 Jahre, aus Berlin) hielten die Studierenden-Rede. Stefan F. begrüßte die Ehrengäste in der Baunataler Stadthalle. Fotos: Uminski

Die gelernte Erzieherin wagte vor ein paar Jahren einen Neustart. „Ich wollte schon immer Erzieherin und Polizistin werden“, betont die Nordhessin. Da Hanna H. studieren wollte, holte sie ihr Abitur nach, bewarb sich bei der Hochschule und wurde genommen. Die Arbeit als Erzieherin habe ihr Spaß gemacht. „Jetzt habe ich aber das Richtige für mich gefunden.“

Manuela F., deren vollständiger Name ebenfalls nicht genannt werden darf, kommt zur Bereitschaftspolizei nach Lich bei Gießen. Dort wird die 31-Jährige vor allem bei geschlossenen Veranstaltungen wie beispielsweise in Fußballstadien und bei Demonstrationen eingesetzt. „Ich hoffe, dass das so spannend ist, wie ich es mir vorstelle, und Spaß macht.“ Die gelernte Kinderkrankenschwester wollte noch einmal etwas ganz Neues machen. Zehn Jahre habe sie in ihrem ersten Beruf in Lübeck gearbeitet. Private Gründe haben Manuela F. nach Mittelhessen verschlagen. Das Interesse, Polizistin zu werden, sei aber immer da gewesen. „Ich wünsche mir, dass ich immer gesund nach Hause komme.“

Nach drei Jahren Studium erhalten die Anwärter den Bachelor of Arts Polizeivollzugsdienst. Die Festrede hielt der Baunataler Bürgermeister Manfred Schaub. Für die musikalische Untermalung sorgten Nicole Jukic und Christian Christe. Schaub unterstrich die Notwendigkeit der Ausbildung. „Es hätte nicht erst der Ereignisse der letzten Tage bedurft, um zu wissen, wie wichtig eine gut ausgebildete Polizei ist.“ Ebenfalls hätten diese Ereignisse die gefährlichen Seiten dieses Berufes deutlich gemacht. „Gut gebildete, gut ausgebildete Polizeibeamtinnen und -beamte sind für die Zukunft unseres Landes wichtig, sagte Schaub.

Von Johanna Uminski

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