Konflikt hat sich verschärft

Konflikt verschärft: Neuer Anlauf für Fahrradroute R1 in Guntershausen

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Gefährliche Passage: Radler treffen auf der Gemeindestraße auf Lkw und Gabelstapler der Holzfirma Sinning, die dort zwischen zwei Betriebsteilen rangieren. Momentan gibt es keine Probleme mit Radlern, da der Radweg R1 seit Tagen von der Fulda überflutet ist. Foto: Dilling

Baunatal. Der Radweg R 1 kreuzt in Guntershausen das Gelände der Holzfirma Sinning. Der Konflikt mit dem Betriebsverkehr hat sich nun verschärft. 

Radler auf dem Radweg R 1 müssen in Guntershausen den Gemeindeweg passieren. Aber dort rangieren auch Arbeitsmaschinen und Lkw der Holzfirma Sinning zwischen zwei Betriebsteilen. Anläufe, diese gefährlichen Begegnungen durch eine Verlegung der Radroute zu vermeiden, sind bislang gescheitert. Nun soll die Stadt laut einem Beschluss der Stadtverordnetenversammlung erneut prüfen, ob die Strecke verlegt werden kann. Im Frühjahr werde die Verwaltung damit beginnen, sagte Pressesprecherin Susanne Bräutigam auf Anfrage.

Inhaber Herbert Sinning sähe eine Lösung des Problems lieber heute als morgen. Denn der Radverkehr sei angeschwollen. „Die Gewohnheiten der Radler haben sich geändert, früher sind sie nur bei gutem Wetter gefahren. Jetzt herrscht von 6.30 bis fast 18 Uhr Betrieb“, berichtet er. Auch im Winter seien Radler unterwegs. Darunter sei auch eine Reihe von Berufspendlern, die morgens aus Richtung Grifte über Guntershausen nach Kassel zur Arbeit fahren. Sorge macht dem Unternehmer auch die zunehmende Zahl von Radlern, die mit E-Bikes oder Pedelecs unterwegs seien. „Es wird deutlich schneller gefahren als früher“, sagt Sinning. Gottseidank sei bisher noch nichts passiert. „Aber es hat einige Beinahe-Situationen gegeben“, erklärt er.

Radweg R1 in Guntershausen

Versuche, eine bessere Route durch den Ort zu finden, waren in der Vergangenheit gescheitert. Es habe gegen alle Vorschläge Widerstände von verschiedener Seite gegeben, sagt Bräutigam. Sinning hält es für die beste Lösung, den Radverkehr an Guntershausen vorbei zu führen. Auch diese Idee war vor Jahren erwogen - und dann verworfen worden. Der Bau einer Radbrücke nahe der Bauna-Mündung in die Fulda sei wohl wegen Problemen mit der Tragfähigkeit des Bodens gescheitert, nimmt Landwirt Bernhard Schmidt an. Auch er habe manchmal Probleme mit dem zunehmenden Radverkehr. Der R1 führt zwischen dem Dorf und Dittershausen direkt an seinem Hof vorbei. Er nehme mit seinem Trecker schon Rücksicht auf die Radler, umgekehrt sei das nicht immer so. Schmidt hofft, dass die Stadt Verkehrsspiegel an seinen Hofeinfahrten aufstellt, damit er die Radler frühzeitig sehen kann.

Schmidt schlägt vor, den R1 vor der Firma Sinning an dem dortigen Kleingartengelände vorbei zu führen und über einen vorhandenen Feldweg auf die Dorfstraße münden zu lassen. Auch bei dieser Lösung bräuchte man eine Brücke. Diese sei dort aber leichter zu bauen als im renaturierten Mündungsbereich. Die Stadt habe zwischen Fulda und Ortsrand keine eigenen Flächen, sagt Bräutigam. Es müsse also geklärt werden, ob Privatleute bereit seien, Grund und Boden abzugeben. Außerdem müssten die Belange des Hochwasser- und des Naturschutzes abgeklärt werden.

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