Drei Kommunen erarbeiten Vorlage für ganz Nordhessen

Neues Konzept zur E-Mobilität: Baunatal federführend beteiligt

Baunatal/Borken/Reinhardshagen. Einheitliche Ladestationen für Elektroautos in allen nordhessischen Kommunen – das ist nur ein Ziel eines Konzeptes zur E-Mobilität, an dem die Stadt Baunatal federführend mitarbeitet.

Gemeinsam mit der Gemeinde Reinhardshagen, der Stadt Borken und dem Regionalmanagement entwickelt die VW-Stadt ein Vorlage, die später von anderen Kommunen übernommen werden kann. Norbert Barthle vom Bundesverkehrsministerium überreichte jetzt 80.000 Euro Zuschuss an die Initiatoren.

Die Zukunft der E-Mobilität fußt auf drei Bausteinen: Den Kriterien für die Standortwahl der Ladesäulen, der Technik der Stationen sowie einem Instrumentenkasten, um bei den Menschen Begeisterung für die Fahrzeuge zu wecken. All diese Punkte sollen nicht nur für Autos erarbeitet werden, sondern auch für Elektrofahrräder und den Öffentlichen Personennahverkehr.

Orte für Ladesäulen

Bei den Kriterien für die Orte der Ladestationen gehe es darum: Wo kommen die Menschen hin? Und wo verbleiben sie auch?, erklärt Baunatals Erste Stadträtin Silke Engler. Vorgelegt werden soll ein Kriterienkatalog, der später von allen anderen Kommunen verwendet werden kann.

Art der Ladestationen

„Wie muss eine Ladestation aussehen, damit sie nicht nur heute richtig ist, sondern auch noch in zehn Jahren?“, fragt Engler. Bei diesem Punkt werde sich die Arbeitsgruppe professionelle Unterstützung von Experten einholen. Während der Strom aus den meisten Ladestationen derzeit noch kostenfrei ist, wird in naher Zukunft ein Abrechnungssystem erwartet. Später soll die Abrechnung für das Aufladen eines Elektrofahrzeugs über das Handy möglich sein. Wenn man also jetzt Ladesäulen aufstelle, müssten diese bereits für die künftige Technik vorbereitet sein, betont Engler.

Zusätzlich will die Stadt Baunatal eine Ladeinfrastruktur für Elektrofahrräder schaffen. Denkbar seien Stationen entlang des Radwanderweges R 1 und an den Nahverkehrsbahnhöfen ZOB in der Innenstadt und im Stadtteil Großenritte.

Parallel müsse man Lademöglichkeiten für Hybrid- und Elektrobusse schaffen, betont Baunatals Vizebürgermeisterin. Die Busse werden beispielsweise über Induktionsschleifen, die in Bushaltestellen eingelassen werden, beim Stopp an der Haltestelle aufgeladen.

Begeisterung für E-Autos

Im dritten Punkt gehe es darum, einen Instrumentenkasten zu erstellen, um die Menschen für Elektromobilität zu begeistern. Möglichkeiten für Kommunen seien beispielsweise Ausfahrten mit Elektroautos, Symposien und Ausstellungen mit E-Fahrzeugen zu organisieren.

Zusammenarbeit mit VW

Die Initiatoren wollen ganz eng mit dem Baunataler VW-Werk zusammenarbeiten. Die Fabrik mit 17 000 Beschäftigten ist Leitwerk für Elektromobilität im Konzern. Dort werden bislang alle Elektromotoren für Modelle von VW gebaut.

„Es wird die Einbindung unseres Werkes geben“, sagt Engler. Werkleiter Thorsten Jablonski habe bereits zugesagt, an dem Konzept mitzuarbeiten. Grundsätzlich hebt sie die Rolle von VW für die gesamte Region hervor: „Wir leben hier von VW. Uns interessiert hier VW.“

Rubriklistenbild: © dpa

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