Noch bis 11. Dezember geöffnet

Nikolausmarkt lockte Familien nach Baunatal

Baunatal. Viele Baunataler nutzten das zweite Adventswochenende für einen Besuch auf dem Baunataler Nikolausmarkt. Noch bis 11. Dezember ist der Markt geöffnet.

Vor allem viele Familien mit Kindern schlenderten über den Marktplatz, stöberten an den Ständen und ließen sich weihnachtliche Gerüche um die Nasen wehen.

Auch Luuk (3), Aurelia (4), Eliano (5), Damian (1), Bella (3), Emilia (7) und Nova (5) waren warm eingepackt mit ihren Eltern in Baunatal unterwegs, amüsierten sich auf dem Kinderkarussell und ließen sich Crêpes, Pommes und Bratwurst schmecken. Es sei ganz schön kalt, sagte Luuk und zog sich die Mütze noch tiefer ins Gesicht. Dennoch genossen die jungen Besucher die vorweihnachtliche Stimmung.

Während die meisten Stände in bunten Farben im Lichterglanz erstrahlen, fällt die Holzhütte von Sylke Fischöder aus Kaufungen ein bisschen aus dem Rahmen. Ihr vor einem Jahr gegründetes Label „Fullekind“ präsentiert sich ganz klar in schwarz und weiß.

Herkules mit Lichtschwert

Bilder, Spruchrahmen, Tassen, Postkarten, Fußmatten und vieles mehr gibt es bei ihr. Das Besondere: Fischöder verarbeitet bei ihren Produkten augenzwinkernd die nordhessische Mundart. So steht zum Beispiel auf einer Fußmatte: „Da rinn, da russ“ und ein Jutebeutel wird zum Schnuggebiedel (Schnuckebeutel). Dem nordhessischen Wahrzeichen, dem Herkules, hat sie kurzerhand – in Anlehnung an die Star Wars-Filme – ein Laserschwert in die Hand gedrückt mit dem Spruch: „I´m your Vatter“. Bis zum 6. Dezember ist Sylke Fischöder auf dem Baunataler Nikolausmarkt zu finden, dann zieht die Kaufungerin weiter.

Für Peter Becker aus Baunatal war der Besuch am Samstagnachmittag auf dem Nikolausmarkt der Abschluss einer dreistündigen Wanderung. „Meine Frau und ich waren den ganzen Vormittag im Habichtswald unterwegs und kommen jetzt zum Essen und Trinken hierher“, sagte der Baunataler, der ansonsten kein Fan von Weihnachtsmärkten ist.

Weihnachtsstimmung

Ilona und Jürgen Grimm hingegen sind jedes Jahr hier. „Vor allem in der Dunkelheit, wenn die weihnachtliche Beleuchtung an ist, mögen wir die Atmosphäre sehr“, sagte Jürgen Grimm. So richtig in Weihnachtsstimmung seien die beiden Baunataler noch nicht, aber so langsam würde sie sich auch bei ihnen einstellen, verrieten sie.

Im Rahmen ihrer Streife waren auch Polizeioberkommissar Andreas Brück und seine Kollegin Alexandra Dammer auf dem Nikolausmarkt unterwegs. Bisher sei alles friedlich, sagte Brück. „Das ist eine sehr angenehme Streife“, betonte seine Kollegin. In Baunatal schaue man nur in freundliche Gesichter, weil die meisten Besucher allerbester Laune seien, so die Polizistin. 

Service

Vom 2. bis 11. Dezember lockt der Nikolausmarkt wieder viele Besucher vor das Baunataler Rathaus. An über 30 Ständen warten auf die Gäste neben Geschenkartikeln und einer Vielzahl an Kunsthandwerk auch allerlei kulinarische Köstlichkeiten, wie Kartoffelpuffer, Bratwurst und Pommes, hausgemachte Kartoffelsuppe, Crêpes, schwäbische Spätzle und vieles mehr. Wer ein süßes Frühstück zu Hause mag, der findet eine große Auswahl an selbstgemachten Marmeladen und Kasseler Stadthonig auf dem Nikolausmarkt. An den zehn Tagen wird den Besuchern außerdem ein Unterhaltungsprogramm mit Chören, Musikgruppen, Vereinen sowie Schulen und Kindergärten der Region geboten. Am 6. Dezember kam sogar der Nikolaus vorbei und hatte eine Menge Überraschungen für die jüngsten Besucher im Gepäck. Der Baunataler Nikolausmarkt hat täglich von 15 bis 20 Uhr geöffnet, samstags und sonntags von 12 bis 20 Uhr.

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