GWH startet mit Pilotanlage für sozialen Wohnungsbau

Pilotprojekt: 100 neue Wohnungen entstehen am Baunsberg

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Blick auf das Baufeld: Für die Errichtung des Pilotbaus an der Birkenallee hat die GWH Garagen abgerissen.

Baunatal. Am Baunsberg ist jetzt der Startschuss für den sozialen Wohnungsbau gefallen. In den nächsten Jahren will die Wohnungsgesellschaft GWH gut 100 Wohnungen bauen, die auch für Mieter mit kleinem Portmonee erschwinglich sein sollen.

Der Pilotbau, ein vier- und fünfgeschossiges Gebäude mit 26 Wohnungen, entsteht bis 2018 an der Birkenallee 37. Die Erdarbeiten haben dort schon begonnen. In diesen Gebäudekomplex investiert die GWH rund 4,5 Millionen Euro.

GWH-Vorstand Stefan Bürger betont, dass Baunatal mit diesem Projekt im sozialen Wohnungsbau hessenweit ganz vorn dabei sei. Die Stadt Kassel sei beispielsweise längst noch nicht soweit. „Wir wollen eine gute Durchmischung der Bewohner im Quartier erreichen“, erklärt er. Vor 20 Jahren habe die GWH zuletzt Sozialwohnungen in Baunatal gebaut. Der Pilotbau sei „ein Weihnachtsgeschenk der GWH an die Stadt Baunatal“, erklärte Bürger. Ganz so ist das allerdings nicht: Das Land wird sich mit Zuschüssen in noch ungenannter Höhe beteiligen und die Stadt gibt ein Darlehen von 520.000 Euro dazu. Die entsprechende schriftliche Zusage überreichte Bürgermeister Manfred Schaub (SPD) dem GWH-Geschäftsstellenleiter Christian Wedler.

Die GWH wird genau die Wohnungen bauen, an denen am Baunsberg Mangel herrscht. Es fehlen kleine und sehr große Wohnungen mit vier bis fünf Zimmern. Zudem wird die Gesellschaft eine Tiefgarage mit 18 Stellplätzen errichten, darauf hatte die Stadt bestanden. Alle Wohnungen werden barrierefrei sein, acht von ihnen sogar rollstuhlgerecht. „Sozialer Wohnungsbau ist uns wichtiger als schneller Profit“, sagte Bürger. Die weiteren Bauten in analoger Größe werden auf drei Freiflächen der GWH-Siedlung entlang der Birkenallee zwischen dem Pilotbau und der Akazienallee errichtet.

Das Projekt zur Verdichtung der Siedlung ist eingebettet in ein Konzept der Stadt und der GWH zur Aufwertung des gesamten Quartiers, zum Teil gefördert aus Mitteln des Programms „Soziale Stadt“. „Wir wollen etwas tun, dass sich hier etwas ändert“, sagte Schaub (SPD). Dazu gehört die Anlage neuer, großzügiger Wege und die Verschönerung der Außenanlagen sowie eine optimierte Beleuchtung.

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