Baunataler Rettungsschwimmer sind vorbereitet für den Ernstfall

Mund-zu-Mund-Beatmung: Louisa Regel (19) demonstriert an einem Dummy die Wiederbelebung. Neben der Beatmung gehört auch die Herzmassage dazu.

Baunatal. 30 Mannschaften und 130 Einzelschwimmer nahmen am Sonntag bei den Kreisverbandsmeisterschaften im Rettungsschwimmen im Sportbad des Aquaparks in Baunatal teil.

Bevor die Mitglieder der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) in die Sommersaison starten, in der manche für ein paar Wochen an der See oder in Schwimmbädern als Rettungsschwimmer arbeiten, haben sie in diesem Jahr bereits einige Wettkämpfe hinter sich gebracht. Diese sind extrem wichtig für die Rettungsschwimmer, um für den Ernstfall gut vorbereitet zu sein.

30 Mannschaften und 130 Einzelschwimmer nahmen bei den Kreisverbandsmeisterschaften im Rettungsschwimmen teil, die am Sonntag im Sportbad des Aquaparks in Baunatal vom DLRG Kreisverband Fulda-Weser veranstaltet wurden. Aus Baunataler Sicht starteten 52 Einzelschwimmer und zwölf Mannschaften.

Schwimmen mit Puppe: In einer Disziplin mussten die Teilnehmer, wie hier Inga Wachenfeld, einen Dummy aus 2,40 Meter aufnehmen und an den Beckenrand schleppen. Fotos: Hartung

Hindernisschwimmen, Retten mit Flossen, Kraulen und eine 50 Kilogramm schwere Puppe aus 2,40 Meter Tiefe aufnehmen und zurück an den Beckenrand schleppen - die Disziplinen, die die Rettungsschwimmer bewältigen mussten, richteten sich nach der Altersklasse (AK) der Teilnehmer.

Die Jüngsten (AK 10) mussten noch nicht mit der Puppe schwimmen. Der Dummy kam erst ab AK 13/14 zum Einsatz. Ab diesem Alter müssen alle Schwimmer auch verbindlich eine Herz-Lungen-Wiederbelebung absolvieren. „Dabei wird bei den Teilnehmern genau hingeschaut“, weiß Steph Dittschar von der DLRG Baunatal.

Louisa Regel (19) gehörte zu den älteren Teilnehmern und demonstrierte, wie man eine leblose Person beatmet. Die 19-jährige Baunatalerin ist gut vorbereitet. Das muss sie auch sein - schließlich hat sie sich für die Sommerferien im Aquapark als Fachkraft für Bäderbetriebe beworben, um in der Not helfen zu können. Ihr Bruder Nicolas (22) war sogar schon mal für einige Woche als Rettungsschwimmer an der Ostsee. Das sei jedoch weitaus weniger spektakulär und actionreich, als es in manchen Fernsehserien zu sehen sei.

„Meistens ging es um kleinere Verletzungen, wie Wespenstiche und der Tritt in eine Scherbe“, sagte der junge Mann. Zum Glück hätte es keine dramatischen Einsätze gegeben. Auch wenn ab und zu mal ein Mitglied für ein paar Wochen in der Ferienzeit als Rettungsschwimmer an der Nord- oder Ostsee arbeite, bei der DLRG in Baunatal spiele die Wasserrettung an der See nicht so eine große Rolle, erklärte Dittschar. Den meisten gehe es um den Sport.

So war es auch am Wochenende im Aquapark - die Bestplatzierten qualifizierten sich für die Hessischen Meisterschaften, die am dritten Maiwochenende in Griesheim stattfinden.

Von Tina Hartung

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.