Viel Platz ist Voraussetzung für guten Wuchs

Riesenkürbis bringt 300 Liter Suppe für Baunataler Tafel

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Aus einem Samenkorn wurde ein 300 Kilo schweres Gewächs: Jürgen Specht (59) hat in Landwehrhagen diesen 300 Kilo schweren Riesenkürbis gezüchtet.

Staufenberg/Baunatal. Als Jürgen Specht aus Landwehrhagen (Kreis Göttingen) seinen 30 Zentimeter großen Kürbissetzling, den er im Wintergarten angezogen hatte, in seinen Garten pflanzte, konnte er nicht ahnen, was daraus wird.

Dass die Frucht etwas größer wird, war zu erwarten, denn die Marke „Atlantic Giant“ ist bekannt dafür, dass sie etwas größer und schwerer ausfallen kann – 50 Kilo sind keine Seltenheit bei dieser Sorte. Nährstoffreicher, lockerer Boden und viel Platz sind Grundvoraussetzung für einen guten Wuchs des Kürbis. Etwa 20 bis 30 Quadratmeter Fläche werden dafür benötigt. Auf dem Humusboden im Garten des Landschaftsgärtners wuchs dann ein Kürbis heran, mit dem auch Specht nicht gerechnet hatte. Aber vielleicht lag es auch an dem ausgefallenen Dünger, den er von einem Bekannten bekommen hatte: Fledermausfäkalien.

Schon von Weiten leuchtet das wuchtige, fast weiße und oval gewachsene Gebilde aus dem Beet hervor. Um das Gewicht des Riesenkürbis in etwa festzustellen, muss an drei bestimmten Stellen gemessen werden. In einer Tabelle lässt sich dann das ungefähre Gewicht ablesen: 300 Kilo werden geschätzt. Das ist ein ordentliches Gewicht, aber noch nicht rekordverdächtig, denn es geht noch besser: Das Weltrekordgewicht eines Kürbis liegt bei 1054 Kilo in der Schweiz.

Der Monsterkürbis hat aber noch eine Reise vor sich. Die Spende geht zum Erntedankfest der Katholischen Kirchengemeinde „Christus Erlöser“ in Baunatal. Mit einem kleinen Bagger und einer Seilwinde wurde der Riesenkürbis aus dem Garten auf eine Holzpalette gezogen und dann abtransportiert. Auf Rückfrage teilte der Gärtner mit: „Es ist alles gut gegangen. Der Kürbis hat das Ausgraben und den Transport gut überstanden“, freute er sich. Nach dem Erntedank gibt die Kirchengemeinde den Kürbis als Lebensmittelspende an die Baunataler Tafel weiter und wird zur Suppe verarbeitet. Nach einschlägigen Rezepten reicht das Fruchtfleisch für etwa 300 Liter Kürbissuppe. 

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