Tod eines Arbeiters: Ähnlicher Fall vor etwa 20 Jahren

800 Roboter bei VW im Einsatz - Automaten helfen bei Produktion

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Die Halle 6, wo Elektromotoren produziert werden und sich der Unfall ereignete.

Kassel/Baunatal. Der tragische Arbeitsunfall im VW-Werk Kassel in Baunatal, bei dem ein 21-jähriger Beschäftigter einer Fremdfirma aus Sachsen ums Leben kam, löst Diskussionen um Sicherheitsvorschriften aus.

Gerade im Umgang mit den Robotern seien die Vorgaben für die Mitarbeiter sehr streng, betont VW-Sprecher Heiko Hillwig. „Schließlich haben wir viele Roboter im Einsatz.“

Insgesamt sind im Baunataler Werk laut Hillwig 800 Roboter installiert. In der Halle 6, in der der Unfall passierte, werden etwa 37 Automaten im Bereich der Produktion für das Hybridgetriebe DQ 400e sowie sieben für die Fertigung von Elektromotoren benötigt.

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Auch die Mitarbeiter von Firmen, die im Auftrag von Volkswagen im Werk arbeiten, werden laut Hillwig in die Sicherheitsabläufe eingewiesen. Der 21-Jährige habe sich nach den derzeitigen Erkenntnissen bei den Einrichtungsarbeiten für die Anlage im Innenbereich aufgehalten, um die Steuerung, die Teile greift, zu überprüfen. Dabei sei er von dem Roboter erfasst worden.

Insgesamt sind Unfälle mit Robotern selten. Der VW-Sprecher kann sich nur an einen ähnlichen Fall erinnern, der etwa vor 20 Jahren in der Halle 4 passiert sei. Damals sei ebenfalls ein Mensch ums Leben gekommen.

Der Unfall am Montag ereignete sich in der modernsten Halle des zweitgrößten deutschen VW-Standortes mit rund 17.000 Mitarbeitern. Dort werden unter anderem pro Tag rund 120 Elektromotoren und 160 Hybrid-Antriebe gebaut.

VW-Sprecher Heiko Hillwig geht in seiner Stellungnahme auch auf die Tragik des tödlichen Arbeitsunfalls ein: „Wir unterstützen mit ganzer Kraft die Ermittlungen der Unglücksursache durch die Behörden. Dieser Unfall macht uns betroffen und traurig.“

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