Wasserschaden vom März 

Sanierung der Baunataler Stadthalle bald beendet

Decke geöffnet: Auch in den Bereich der Kegelbahn war das Wasser aus der Stadthalle gelaufen, wie Christina Zenke vom Bauamt läuft.

Baunatal. Noch sieht der Saal der Baunataler Stadthalle aus wie eine Großbaustelle. Doch die Zeit drängt: Ab 1. September ist das durch einen Wasserschaden im März erheblich beschädigte Haus wieder für Veranstaltungen vermietet. Dann muss alles fertig sein.

Bis Ende kommender Woche werde noch das Parkett verlegt, erläutert Stadtsprecherin Susanne Bräutigam. „Im September starten wir wieder mit Veranstaltungen.“ Den Auftakt macht der KSV Baunatal, der sein 125-jähriges Bestehen in der Stadthalle feiert. Den Schaden schätzen die Verantwortlichen im Rathaus mittlerweile auf mindestens 400.000 Euro.

Parallel zu dem Aufbau des Bodenbelags laufen immer noch Elektroarbeiten. Das aus der Sprinkleranlage ausgetretene Wasser hatte unter anderem die elektrische Anlage der Stadthalle sowie der darunter liegenden Kegelbahn und der Schießanlage beschädigt.

In dem kompletten Untergeschoss sind die Decken geöffnet. Nach Angaben von Bauamtsleiter Uwe Schenk suchte sich das Wasser einen Weg durch Fugen und Ritzen in die darunter gelegenen Räume. „Am Schießstand wird zusätzlich die Akustik-Decke erneuert“, erläutert Bräutigam.

Für den Bereich der Kegelbahn wartet Schenk noch auf ein Brandschutzgutachten. Erst wenn dieses vorliege, könne er einen Zeitplan zur Wiedereröffnung der Bahnen nennen, sagt er. Die Kegler des KSV Baunatal mussten inzwischen auf eine Bahn nach Kassel ausweichen.

Die Stadtverwaltung hat die Beseitigung des Schadens in der Stadthalle jedenfalls für eine Modernisierung der technischen Ausstattung genutzt. Im Boden der Stadthalle wurden beispielsweise Boxen für Strom und Internet installiert. „Damit sind wir technisch auf dem neusten Stand“, so Bräutigam.

Der Schaden entstand, als am 29. März um 3.50 Uhr in der Nacht die Sprinkleranlage im Bühnenbereich auslöste und weite Teile der Halle und der unter der Bühne befindlichen Räume samt Technik unter Wasser setzte. Insgesamt flossen rund 30 000 Liter aus. Später fand man heraus, dass eine Ringdichtung in der Alarmventilstation des Sprinklersystems defekt war.

Mit dem Fortgang der Sanierungsarbeiten ist die Stadtsprecherin jedenfalls zufrieden. „Keine einzige Veranstaltung muss wegen der Arbeiten ausfallen.“

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