Grüne befürchten Gesundheitsgefahr

Schimmel in der Baunataler Heimbach-Kita - Stadt gibt Entwarnung

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Spezialfirma im Einsatz: Am Wochenende wurden Teile des Bodens und der Wände aus dem Untergeschoss der Kita am Obersten Heimbach herausgenommen. Die Männer arbeiteten in Schutzanzügen. Der gefundene Schimmelpilz ist nach Angaben der Stadt ungefährlich.

Baunatal. Umweltschäden? Erheblicher Schimmelbefall? Gesundheitsgefahr für die Kinder in der Kita am Obersten Heimbach? Diese Fragen werfen Baunatals Grüne auf, nachdem am vergangenen Wochenende die Kellerräume entkernt wurden.

Dies war nach einem Wasserschaden im August in den Kellerräumen des Hauses an der Kieler Straße in Baunatal-Großenritte nötig geworden.

Das Baunataler Rathaus gibt auf Anfrage der HNA Entwarnung: Der darüber liegende Gruppenraum sei nach dem Wasserschaden von dem betroffenen Kellerraum wegen möglicher Schimmelbildung luftdicht abgetrennt worden, erläutert Erste Stadträtin Silke Engler (SPD). 

Anschließend habe die Messung eines Prüflabores ergeben, dass es sich bei dem dann tatsächlich aufgetretenen Schimmel „um keinen gefährlichen Pilz“ handele. „Somit können wir doppelt Entwarnung geben“, betont die Vizebürgermeisterin.

Silke Engler

Im Keller des von der Stadt angemieteten Bereiches befinden sich normalerweise ein Schlaf- und Bewegungsraum der Heimbach-Kita. Diese seien nach dem Wasserschaden von den 23 Kindern nicht mehr genutzt worden, so Engler.

Am Wochenende seien Männer einer Spezialfirma in dem Haus aktiv gewesen, berichtet Grünen-Fraktionschef Edmund Borschel. Mit Schutzkleidung und Gesichtsmasken ausgestattet hätten die Mitarbeiter „in einer Art Nacht- und Nebelaktion“ den Estrich und wohl auch die Isolierung entfernt und entsorgt, so der Grünen-Fraktionschef. Die Arbeiten dauern rund drei Wochen, sagt Selcuk Celik vom Hauseigentümer HWG. Der Schaden sei nach einem Starkregen Anfang August entstanden. Dort sei das Wasser durch einen defekten Bodenablauf in die Räume eingetreten. Zunächst sei ein Gutachten für die Versicherung erstellt worden. Jetzt müssten etwa 25 Quadratmeter Bodenfläche und die Tapete bis zu einer Höhe von etwa 20 Zentimetern erneuert werden.

Standort der Kita.

Die Grünen bemängeln indes mangelnde Transparenz im Vorgehen des Baunataler Rathauses. Die Fraktionsvorsitzenden des Stadtparlamentes seien jedenfalls mit keinem Wort informiert worden, betont Edmund Borschel. „Das erbost mich.“ Auch das sieht die Erste Stadträtin anders. Die Eltern und der Magistrat der Stadt seien direkt nach dem Wasserschaden über die Situation informiert worden, sagt sie.

Hintergrund: Erster Wasserschaden vor der Eröffnung

Schon vor der Eröffnung der Kita im August 2016 gab es einen Wasserschaden in dem Gebäude an der Kieler Straße. Grund war damals ein defekter Wasserabsteller von den Stadtwerken gewesen, der die Wasserzufuhr für die Kita reguliert. Das hatte nach Angaben des Hauseigentümers zur Überflutung der Kellerräume geführt.

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