150 Mitarbeiter im Presswerk betroffen

Schließtage bei VW in Baunatal wegen Passat-Flaute

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Rotglühendes Metall: Im Presswerk des Baunataler VW-Werks werden zahlreiche Karosserieteile gefertigt, darunter auch Strukturteile für den Passat in Emden.  

Baunatal. Die Nachfrage nach dem VW-Modell Passat stockt. Deshalb stehen im Werk in Emden eine Woche die Bänder still. Das hat auch Auswirkungen auf das Werk Kassel in Baunatal.

Da auch der Standort Baunatal Teile für die Passat-Produktion liefert, wurden um das übernächste Wochenende in den betroffenen Bereichen drei Schließtage angeordnet. Das bestätigen Werkmanagement und Betriebsrat auf Anfrage der HNA.

150 Mitarbeiter im Presswerk in der Halle 2 sind laut Betriebsratschef Carsten Bätzold betroffen. Dort werden Karosserieteile für den Passat und das Modell CC gefertigt. Die Produktion des CC in Emden läuft aus. „Wenn keine Teile benötigt werden, brauchen wir auch keine zu liefern“, betont Bätzold. Um das Wochenende 4./5. Februar herum gebe es in Baunatal nun drei Schließtage. Den 150 Mitarbeitern aus dem Presswerk biete man für diese Zeit andere Arbeitsplätze an. Schließlich seien viele Bereiche in der Fabrik nach wie vor gut ausgelastet. Beispielsweise könnten die Beschäftigten in der benachbarten Produktion für ein Doppelkupplungsgetriebe untergebracht werden. Wenn keine adäquate Arbeit gefunden werde, könnten die Mitarbeiter an diesen Tagen zu Hause bleiben, so der Betriebsratsvorsitzende.

Baunatals Werksprecher Heiko Hillwig betont, dass die Schließtage in Emden keine Auswirkungen auf den Getriebebau und die Abgasanlagenfertigung in Kassel haben. Lediglich bei den Strukturteilen führten diese zu Veränderungen in den Abläufen in der hiesigen Produktion. Diese könne man aber durch eine flexible Fahrweise kompensieren, sagt Hillwig.

Die Lage in Emden und die Folgen für Baunatal beunruhigen Carsten Bätzold bisher nicht. „Das ist erstmal ein normaler Vorgang“, sagt er. „Das ist nichts Besorgniserregendes.“

Bätzold geht davon aus, dass sich die konjunkturelle Entwicklung verbessern wird. „Im zweiten Halbjahr werden die Stückzahlen wieder hochgehen“, sagt er. „Das kommt wieder.“ Um Ostern herum soll in Emden auch die Produktion des CC-Nachfolgers Arteon starten.

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