Erich-Kästner-Schule

Schüler vereinen in Musical Griechen und Nibelungen

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Mitten in den letzten Proben: Die Schüler der Jahrgänge fünf bis zehn sind fleißig am Üben und freuen sich auf eine prall gefüllte Stadthalle zur Premiere am 27. Mai.

Baunatal. Dass man die griechische Götterwelt mit der Nibelungensage verzahnen kann, das zeigen Schüler der Erich-Kästner-Schule in ihrem Musical „Götter wie du und ich". Seit 25 Jahren führt die Erich-Kästner-Schule jährlich im Mai ein Musical auf.

Die Fünf- bis Zehntklässler proben seit Februar. Bis zur Premiere müssen die Kostüme optimiert, Textunsicherheiten ausgemerzt und die Stimmen trainiert werden.

Rund 90 Schüler aus vier Arbeitsgemeinschaften wirken auf und hinter der Bühne mit. Neben der Theater-Gruppe sind noch der Chor, die Musiker und die Kulissenbauer beteiligt.

Bei den Proben stoßen die Schüler auf Probleme: „Sie fühlen sich nicht wohl mit dem aufgeklebten Bart und haben Schwierigkeiten mit der Artikulation“, sagt Musiklehrerin Ulrike Heinemann.

Das Musical von Beate Haeckel musste umgeschrieben werden, weil einige Stellen zu freizügig waren, sagt Englisch- und Musiklehrer Markus Zosel.

Von den fernsehsüchtigen Menschen vernachlässigt, wenden sich die griechischen Götter an die Medienmonopolistin Brigitte Binger. Deren Herz schlägt jedoch für die germanische Mythologie, sie lässt die Götter abblitzen.

Premiere

Mittwoch, 27. Mai, 19:30 Uhr, Stadthalle Baunatal. Eintritt: 8 Euro für Erwachsene, 5 Euro für Kinder

Deswegen wird die unerfahrene Dokumentarfilmerin Jenny damit beauftragt, eine Fernsehserie über die Götter auf die Beine stellen. Intrigen, Eitelkeit, Liebe und Eifersucht machen dieses Unterfangen fast unmöglich.

Leonie Helferich, die Brigitte Binger spielt, ist seit zwei Jahren in der Theater-AG. „Ich kann in andere Rollen schlüpfen und bin selbstbewusster geworden“, sagt die 15-Jährige. Die Schülerin fällt durch ihre gesanglichen Einlagen auf: Seit zwei Jahren nimmt sie Gesangsunterricht und ist seit einem Jahr im Jugendchor des Kasseler Staatstheaters.

Gestank unerwünscht: Apollo (Christopher Genz, links) und Hermes (Martin Giese, rechts) schaffen dem strengen Geruch des Schmiedegottes Hephaistos (Björn Wunsch) Abhilfe.

Martin Giese spielt seit drei Jahren in der AG. „Ich mag die Schauspielerei, weil ich in dem Moment meine Probleme vergesse“, sagt der 16-Jährige, der den griechischen Gott Hermes spielt. Singen könne er nicht so gut.

Elena Nickel hat als Jenny eine der Hauptrollen im Musical. „Es ist eine gute Übung, vor Publikum zu sprechen, und zu testen, wann man Lampenfieber bekommt“, sagt die 16-Jährige, die seit zwei Jahren dabei ist. Weil sie in ihrer Rolle auch mal jemanden beleidigen oder ihre Liebe offenbaren muss, sei die Schamgrenze gesunken. „Es macht Spaß auch mal die andere Seite rauszulassen.“

Von Johanna Uminski

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