Beschleunigungsspur wird dennoch nicht verlängert

Sonderprogramm des Landes: Straße am Baunataler VW-Werk wird erneuert

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Hier wird’s häufiger eng: Die von der Beschleunigungsspur kommenden Autofahrer haben nur wenig Platz zum Einfädeln. Viele ziehen deshalb einfach nach links raus. Der Fahrer auf unserem Bild (rechts) macht es richtig und wartet auf eine Lücke.

Baunatal. Sie sieht zwar teilweise aus wie eine Stadtautobahn, beim genauen Hinsehen ist es aber eine Holperpiste.

Die früher einmal als zentrale Stadteinfahrt bezeichnete Strecke auf der Südseite des VW-Werks ist seit Jahren in einem schlechten Zustand. Im jüngst aufgelegten Sonderinvestitionsprogramm des Landes Hessen ist der Abschnitt zwischen Kirchbauna und Altenbauna zur Sanierung vorgesehen.

Autobahnähnlich: Das Land Hessen will die Verbindung zwischen Kirchbauna und Altenbauna sanieren. Der Abschnitt in Höhe des VW-Werks (rechts) ist sehr wellig. Foto: Fischer

1,4 Kilometer lang ist die autobahnähnliche Strecke der Landesstraße 3473 zwischen Hunsrückstraße und Ulmenstraße. Die Straße sei in dem Landesprogramm „als Maßnahme mit Dringlichkeitsbewertung“ aufgenommen, erläutert Horst Sinemus, Sprecher der Landesbehörde Hessen Mobil. „Es ist ein Projekt des vordringlichen Bedarfs.“

Wann die Bagger rollen, steht allerdings in den Sternen. „Wir können nichts sagen über den Zeitplan“, so Sinemus. Darüber werde letztendlich erst bei der Aufstellung des Landeshaushaltes in Wiesbaden entschieden.

An einem Punkt der Verbindung kommt es immer wieder zu brenzligen Situationen. Der Beschleunigungsstreifen von der Hunsrückstraße auf die Landesstraße in Richtung A 49-Auffahrt Baunatal-Mitte ist nur wenige Meter lang. Außerdem ist er unübersichtlich, weil er sich in einer lang gezogenen Rechtskurve befindet. Zahlreiche Autofahrer fädeln sich auf die Landesstraße ein, ohne sich um den von hinten herannahenden Verkehr zu kümmern. Nicht selten müssen diese Fahrer ihre Autos stark abbremsen, schließlich gilt an dieser Stelle Tempo 100.

„Wird nicht verlängert“

Eine bauliche Änderung der Situation ist allerdings nicht in Sicht. Mit der Sanierung der Straße werde die Beschleunigungsspur nicht verlängert, sagt Horst Sinemus. „Das sei auch gar nicht möglich, weil sich an den Beschleunigungsstreifen eine Brücke anschließe. Eine Geschwindigkeitsbegrenzung an dieser Stelle sei Sache der Stadt Baunatal. Bürgermeister Manfred Schaub kündigte auf Anfrage der HNA an, sich um die Verkehrssituation zu kümmern. „Wenn es notwendig ist, richten wir dort ein Tempolimit ein“, so Schaub.

Wie viele Autofahrer täglich die frühere Stadteinfahrt nutzen, kann Hessen Mobil nicht sagen. Es gebe lediglich Zählungen für den vorderen Abschnitt im Bereich des Anschlusses Baunatal-Mitte, erläutert Sinemus. Dort wurden im Jahr 2010 durchschnittlich 8730 Fahrzeuge an einem Tag gezählt.

Nur ausgebessert

Übrigens: Ebenfalls in schlechten Zustand befindet sich die Zufahrt von der A 49 zum Haupttor des VW-Werks. Die Landesstraße wurde vor einigen Jahren lediglich ausgebessert.

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