Sportbad im Baunataler Aqua-Park: Stadt hat Umbau schon im Blick

Soll um das Jahr 2020 energetisch saniert werden: Das Baunataler Sportbad im Aqua-Park. Doch zunächst soll der Brandschutz verbessert werden Das Bild zeigt Badbesucherin Ira Knöpfel (49) aus Kaufungen, die regelmäßig mit ihren Kindern in das Baunataler Bad kommt. Fotos: Kühling

Baunatal. Das Sportbad im Baunataler Aqua-Park wird ab dem 7. September zur Baustelle. Die Stadt Baunatal investiert 500.000 Euro in den Brandschutz.

Das ist aber nur ein erster Schritt vor einem möglichen Gesamtumbau der Schwimmanlage, die vorrangig von Sportvereinen und Schulen sowie im Freibadbetrieb genutzt wird.

Um das Jahr 2020 solle das Sportbad vor allem mit Blick auf die Energiekosten saniert werden, kündigt Erste Stadträtin Silke Engler (SPD) an.

Zunächst kommt aber der Brandschutz an die Reihe. „Wir müssen das jetzt machen“, sagt Engler. Die Verbesserung des Brandschutzes sei eigentlich schon für 2014 eingeplant gewesen, sei aber wegen der unvorhergesehenen Reparatur des banachbarten Freizeitbades im Aqua-Park um ein Jahr verschoben worden.

Bad 1992 gebaut 

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Die Sicherheitsauflagen für das 1992 gebaute Sportbad haben sich laut BäderleiterinMichaela Fissler-Weinrich geändert. So muss man jetzt eine Dachentrauchung im Bereich des Lehrschwimmbeckens installieren. Das kleine Becken, das sich neben dem 25-Meter-Becken befindet, wird deshalb für sechs Wochen nicht zur Verfügung stehen. Das große Becken bleibe hingegen weitgehend unberührt von den Bauarbeiten, ergänzt Engler.

Zusätzlich werden noch neue Brandschutztüren in die Glasfassade eingebaut sowie Notausgänge im Untergeschoss geschaffen. Dort befinden sich mehrere Umkleideräume, die vorrangig von den Vereinen und von Schulkindern genutzt werden. Bei einem Feuer gibt es bislang aus diesen Räumen kein Entrinnen. Ende des Jahres sollen die Bauarbeiten beendet sein.

Löchriges System: Zwischen der Technik der Rolltore zieht die Luft ungehindert durch. Im Winter werden die Spalte zwar notdürftig zugestopf, aber optimal ist die Situation nicht. Die Technik mit den rollbaren Türen, die das Sportbad zum halben Freibad wandelt, kommt in einer Studie grundsätzlich auf den Prüfstand.

Darüberhinaus hat Engler aber schon einen Gesamtumbau des Sportbades im Blick. Gebäude und Technik seien nach fast 25 Jahren durch die Feuchtigkeit und das Chlor angegriffen. Außerdem verzeichneten die Stadtwerke enorme Energiekocten. Im Bereich der Rolltore, mit denen sich das Bad in Teilen in ein Freibad verwandeln lässt, gibt es zahlreiche Löcher und Spalte. „Die stopfen wir zwar im Winter zu“, sagt Engler. „Es zieht aber trotzdem.“

„Mehrere Varianten“ 

Ob die Anlage mit den rollbaren Türen im Sportbad bleibt, kann die erste Stadträtin zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen. „Wir prüfen mehrere Varianten“, sagt sie. Das Büro EHS sei mit einer Variantenprüfung beauftragt. „Ich hoffe, dass ich die Ergebnisse im Sommer nächsten Jahres vorlegen kann.“

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