Kritik an Umsetzung des Bond-Themas

Stadtmarketing: Positive Bilanz zu Sonntagsöffnung in Baunatal

Baunatal. „Die Innenstadt war gut gefüllt am Nachmittag." Das Fazit von Stadtmarketingchef Dirk Wuschko zum verkaufsoffenen Sonntag in Baunatal fällt knapp, aber positiv aus.

Das Konzept, die Öffnung der Läden unter das Motto „James Bond“ zu stellen, sei aufgegangen. Fast alle Geschäfte hätten sich auf die Vorgabe des Stadtmarketings mit eigenen Aktionen, teilweise sogar mit Verkleidung der Mitarbeiter eingestellt.

Das sahen am Sonntag nicht alle Besucher so. Kritik gab es vor allem an der Präsentation von Autos aus den Bond-Filmen durch ein Autohaus auf dem Marktplatz. Hier hatte das Stadtmarketing im Vorfeld der Aktion sogar Besucher aufgerufen, sich „in James-Bond-Manier mit seinem Traumwagen fotografieren zu lassen“.

Besucher beklagten aber, dass die drei Fahrzeuge ohne eine einzige Hinweistafel oder beispielsweise ein Bond-Double in einer Ecke des Marktplatzes aufgestellt worden waren. Andreas S. schrieb auf HNA-Online im Internet beispielsweise nach seinem Besuch in der Baunataler City: „Hier ist nichts, was irgendwie etwas mit Bond zu tun hat. Die drei Bond-Autos haben in etwa so viel mit 007 zu tun wie Titanic mit sicherer Überfahrt.“

Dem widerspricht Andreas Smykalla, Verkaufsleiter von „British Cars“. „Für uns war die Aktion ein toller Erfolg. Wir haben viele Interessenten für Probefahrten gewonnen.“

Organisator Dirk Wuschko wirbt grundsätzlich um Verständnis. Der verkaufsoffene Sonntag im November sei ja nicht in erster Linie mit Aktionen auf dem Marktplatz bestückt worden. Schließlich hätte das Wetter auch schlecht sein können, sagt er. „Es galt das Grundprinzip: Geht rein in die Geschäfte.“

Ein wenig Nachholbedarf sieht Kino-Betreiber Wolfgang Schäfer. Das Cineplex hatte am Vormittag zu einer Vorstellung mit dem letzten Bond „Skyfall“ eingeladen. „Wir haben die Aktion in Kassel und in Baunatal beworben“, sagt Schäfer. „Wir haben einiges dafür gemacht.“

Initiative für das Thema und den verkaufsoffenen Sonntag überhaupt sei aber nicht bei allen Geschäftsleuten zu spüren gewesen, äußert Wolfgang Schäfer durchaus Kritik. „Jeder muss seinen Beitrag leisten“, sagt er. „Einige waren einfach zu defensiv.“

Das Stadtmarketing will die Kritik an dem Konzept im Blick behalten. „Wir nehmen das jetzt erst mal so hin“, sagt Leiter Dirk Wuschko. Im nächsten Jahr habe man mit der Reisemesse wieder ein besonderes Zugpferd zu dem verkaufsoffenen Sonntag im November. „Da war die Stadt im vergangenen Jahr rappelvoll.“

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