Feuerwehr in Baunatal

Stolz auf den neuen Stützpunkt

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Wahrzeichen des Stützpunktes: Der Turm überragt die Fahrzeughalle. Schläuche werden im Turm nicht mehr getrocknet. Die Feuerwehr benötigt das Gebäude mit der deutlich sichtbaren 112 am oberen Ende für Abseilübungen und Einsätze mit der Drehleiter.

Baunatal. Beim Baustellen-Rundgang lachen Erste Stadträtin Silke Engler, Stadtbrandinspektor Ralf Seitz und Architektin Christina Zenke von der städtischen Bauleitung mit der Herbstsonne um die Wette.

Gemeinsam sind sie stolz darauf, dass aus dem seit 1980 bestehenden alten Feuerwehr-Stützpunkt in Altenbauna ein modernes Gebäude entstanden ist, das nunmehr allen Anforderungen des Brand- und Katastrophenschutzes gerecht wird. Damit hat Baunatal eine sehr moderne, einsatzstarke Feuerwehr. Silke Engler: „Ein gutes Bauprojekt, weil wir mit den Ehrenamtlichen der Feuerwehr sehr gut zusammengearbeitet haben.” Auf die Leistung der vielen Hundert ehrenamtlichen Baueinsatzstunden sei sie besonders stolz.

„Alles ist gut gelaufen”, sagt Architektin Zenke. Mit das Wichtigste: Die Baukosten von 4,3 Millionen Euro werden nicht überschritten. Engler: „Das ist ein gedeckeltes Budget und wir halten es ein.”

Lediglich die Fertigstellung hat sich etwas verzögert. Nach einem symbolischen ersten Spatenstich im Dezember war im Januar 2015 mit den Bauarbeiten begonnen worden. Zunächst war das Frühjahr 2016 als Fertigstellungstermin genannt worden. Dass es nun Herbst wird, liegt nach den Worten der Englers daran, „dass einige Firmen länger gebraucht haben”. Mit dem Personal hätten sie mehrere Baustellen bedienen müssen. Das liege auch an der guten Auftragslage und am Fachkräftemangel.

Drei Abschnitte

Am Ende aber ist man zufrieden. In drei Abschnitten ist der nicht mehr wiederzuerkennende Altbau zu einem modernen Neubau geworden.

• Die neue Fahrzeughalle mit vier Abstellplätzen für jeweils zwei Fahrzeuge und Abroll-Container wird bereits seit Sommer vorigen Jahres genutzt.

• Ein Teil des so genannten Funktionsgebäudes wurde abgerissen, erweitert und aufgestockt. Im neuen Obergeschoss entstanden der Lehrsaal, die Floriansstube sowie ein Raum für die Jugend- und Kinderfeuerwehr. Die interne Leitstelle, drei Büros für die hauptamtlichen Feuerwehrleute und den Wehrführer sowie die Umkleideräume für die Feuerwehrmänner und -frauen sind im Erdgeschoss untergebracht. Eine völlig neu konzipierte Atemschutz-Übungsstrecke und ein Sportraum werden die Arbeitsverhältnisse und die Ausbildung der Feuerwehr erheblich verbessern.

• Die Sanierung der alten Fahrzeughalle ist der dritte Bauabschnitt. Der Keller mit Werkstatt für Atemschutzgeräte sowie Schlauch- und Kleiderpflege wurde nach den modernsten Gesichtspunkten und aktuellen Vorschriften komplett umgestaltet. Auch ein Lager ist entstanden.

Erforderlich waren die Investitionen auch wegen der vom Gesetzgeber geforderten so genannten Schwarz-Weiß-Trennung. Schwarz steht für die bei Einsätzen verschmutzte, weiß für die gereinigte Bekleidung der Feuerwehrkräfte. In alles war die Feuerwehr eng eingebunden, und alles sei sehr einvernehmlich gelaufen, freut sich die Vizebürgermeisterin.

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