Streit um Hort-Betreuung in Rengershausen: Grüne für Akten-Einsicht

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Hier findet die Hort-Betreuung jetzt statt: Das Gemeindehaus in Rengershausen. Grüne und Eltern wollten eine Container-Lösung an der Brüder-Grimm-Schule. 

Baunatal. Nicht locker lassen die Grünen im Baunataler Stadtparlament beim Streit um die Hort-Betreuung in Baunatal-Rengershausen. Sie werfen dem Rathaus vor, bei der Berechnung für das Aufstellen von Containern überzogene Zahlen vorgelegt zu haben.

Für die Sitzung des Stadtparlaments am Montag, 28. September, ab 17 Uhr im Rathaus fordern sie die Bildung eines Akteneinsichtsausschusses.

Nachdem Bürgermeister Manfred Schaub (SPD) die Zahl von 300.000 Euro für das Aufstellen eines einklassigen Containers an der Brüder-Grimm-Schule genannt habe, verlangten die Grünen Akteneinsicht, betont Fraktionschef Edmund Borschel. Die Bererechnungen seien „total überhöht“.

Die Grünen kommen in eigenen Berechnungen auf 32.000 bis 33.500 Euro Mietkosten für fünf Jahre für einen 60 Quadratmeter großen Klassenraum. „Diese enorme Diskrepanz verlangt daher Aufklärung“, sagt Borschel.

Erste Stadträtin Silke Engler (SPD) hatte kürzlich erläutert, wie die Stadt zu den Kosten gelange. „Uns geht es nicht nur um einen Klassenraum“, sagte die Erste Stadträtin. Um Hortkinder vernünftig unterzubringen, sei ein gewisser Standard notwendig. Das heißt: Ein Aufenthaltsraum, eine Teeküche, sanitäre Anlagen sowie Flur und Garderobe sollten mindestens da sein. „Das sind zehn Container, die zudem Gründungskosten in Höhe von 90 000 Euro verursachen - Fundament, Wasser und Stromanschluss, Transport, Aufbau, Betrieb.“ Insgesamt würden so die von der Stadt abgeschätzten Kosten keineswegs den Rahmen sprengen.

Standort: Parkplatz

Vor allem auf die Gründungs-, Aufstellungs- und Transportkosten schießen sich die Grünen ein. Die angesetzten 90 000 Euro stehen laut Borschel 3000 bis 5300 Euro bei den Berechnungen der Grünen gegenüber, „ausgehend von einem Aufbau auf dem Parkplatz unmittelbar links von der Turnhalle der Schule“. Dieser Standort werde auch von den Eltern der Hortkinder favorisiert. Das Baunataler Stadtparlament war schon im vergangenen Juli mehrheitlich dem Vorschlag des Rathauses gefolgt, die Hortbetreuung ins evangelische Gemeindehaus zu verlagern.

In der Sitzung am Montag geht es außerdem um die europaweite Ausschreibung des Nahverkehrs im Bereich Baunatal sowie um Fotovoltaikanlagen auf städtischen Gebäuden. Die Sitzung im Stadtverordneten-Sitzungssaal im Rathaus ist öffentlich.

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