Studie in ganz Deutschland

Linnfeld und GVZ sind unter den Top Zehn der Logistik-Gewerbegebiete

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Gute Noten für Logistik in der Region: Das Gewerbegebiet Linnfeld in Baunatal und das GVZ Kassel bekamen in einer Studie gute Noten. Auf dem Bild oben ist das Cross-Dock von VW zu sehen. An den modernen Verladestationen wird Material für die Produktion zusammengestellt, rechts wird das Aufladen von Containern im GVZ gezeigt.

Kassel/Baunatal. Zwei Logistik-Standorte in Nordhessen landeten jetzt in einer Studie der Münchner Logivest GmbH unter den zehn erfolgreichsten in Deutschland.

Das Gewerbegebiet Linnfeld in Baunatal und das Güterverkehrszentrum (GVZ) in Kassel, Lohfelden und Fuldabrück belegten Platz sieben beziehungsweise zehn unter 154 geprüften Logistik-Standorten.

Der Ansiedlungserfolg in den Gewerbegebieten spielte dabei eine zentrale Rolle. So wurde zum Beispiel die Zahl der Neuansiedlungen von Logistik-Immobilien in den vergangenen zehn Jahren untersucht. Linnfeld und GVZ verzeichneten seit 2005 beide Neuansiedlungen auf rund 150.000 Quadratmetern. Der Sieger der Studie - das GVZ Bremen - lag mit Neuansiedlungen auf rund 250.000 Quadratmetern etwas höher.

Das Gewerbegebiet Linnfeld zwischen Rengershausen und Kirchbauna, auf dem unter anderem die Original-Teile-Center (OTC) 1 bis 5 von Volkswagen stehen, punktete vor allem mit seiner sehr hohen Bestandsfläche. Diese liegt bei rund 500.000 Quadratmetern. Das GVZ Kassel hat rund 250.000 Quadratmeter Fläche für Logistiker zu bieten.

Logistik sei die drittgrößte Branche in Deutschland, erläuterte Dr. Alexander Nehm, Geschäftsführer von Logivest. Erwirtschaftet werde ein Jahresumsatz von 230 Milliarden Euro, 2,85 Millionen Menschen arbeiteten im Logistik-Sektor, so Nehm.

In die Bewertung flossen laut Nehm nur die harten Fakten wie etwa Bestandsfläche und Zuwachs ein. Aus diesen Zahlen könne man aber wieder Rückschlüsse auf andere Faktoren, wie eine gute Verkehrsanbindung und eine gute Infrastruktur, ziehen, sagte er. Der Raum Kassel punkte bei Unternehmen vor allem durch schnelle Cut-off-Zeiten (Annahmeschluss). In der Regel sei ein Produkt am nächsten Tag überall in Deutschland vor der Haustür.

Die Logistik-Region steht nicht für sich selbst, sondern sie ist Teil eines Industriestandortes, sagte Kai-Lorenz Wittrock, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Region Kassel. Der Bedarf beispielsweise für Transporte bei VW werde noch steigen, erläuterte er weiter. Künftig müssten immer mehr Teile zwischen den Komponentenwerken und den Produktionsstandorten für die Fahrzeuge bewegt werden.

Die Flächen in den ausgezeichneten Gewerbegebieten sind nahezu belegt. Im Linnfeld gebe es lediglich noch Platz für die OTC 6 und 7 von VW, erläuterte Bürgermeister Manfred Schaub. Jetzt müsse man in den weiteren Umkreis um Kassel gehen, sagte Regionalmanager Holger Schach. Möglichkeiten gebe es etwa in Neu-Eichenberg (Werra-Meißner-Kreis), in Mecklar-Meckbach (Kreis Hersfeld-Rotenburg) sowie im Gebiet Schwalm-Eder Mitte.

Übrigens: Noch ein weiteres nordhessisches Gewerbegebiet wurde bewertet. Das Logistikzentrum Wetterweg Volkmarsen landete auf Platz 102.

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