Polizei sucht nach Hinweisen

Suche in eisiger Kälte: Frau aus Großenritte noch nicht gefunden

Baunatal. Seit vergangenem Donnerstag wird die 59-jährige Marianne E. aus Baunatal-Großenritte vermisst. Die Suche der Polizei, mit Hunden und per Hubschrauber brachte keinen Erfolg.

Die Einsatzkräfte waren bei eisiger Kälte mit Temperaturen von bis zu minus elf Grad rund um den Baunataler Stadtteil unterwegs. Immer wieder kreiste ein Hubschrauber über Wald und Feld. Eine Spur der orientierungslosen Frau gibt es nach Angaben von Polizeisprecher Matthias Mänz aber nicht.

Ab Donnerstagvormittag seien bis zu zehn Beamte in dem Gebiet um Großenritte im Einsatz gewesen, berichtet Mänz. Die Hubschrauberbesatzung habe mit einer Wärmebildkamera nach der Vermissten gesucht. Auch sei ein Mantrail-Hund der Suchhundestaffel Werra-Meißner unterwegs gewesen. „Die Spur hat sich aber im Bereich einer Schule verloren.“ In der Nacht zum vergangenem Donnerstag muss die 59-Jährige wohl das Haus in Großenritte unbemerkt verlassen haben. Nach Angaben des Polizeisprechers hatte der Ehemann seine Frau zuletzt gegen 20.15 Uhr am Vorabend gesehen. Wann Marianne E. genau aus dem Haus ging, ist nicht bekannt. Und gerade am Freitag war der kälteste Tag der jüngsten Frostperiode mit bis zu minus elf Grad.

Grundsätzlich seien die Überlebenschancen besonders von alten Menschen bei solchen Minusgraden relativ gering, sagt Baunatals Stadtbrandinspektor Ralf Seitz. Die Baunataler Feuerwehr war zwar diesmal an der Suchaktion bei Großenritte nicht beteiligt, Seitz kennt aber derartige Situationen von anderen Fällen.

Die Chancen zu überleben steigen laut Seitz allerdings bei guter körperlicher Verfassung des Gesuchten. Auch wenn sich eine Person in einer Waldhütte aufhalte, seien die Aussichten natürlich besser, sagt Baunatals oberster Feuerwehrmann. Und auch die Kleidung spiele eine entscheidende Rolle. Verwirrte Personen fänden die Einsatzkräfte allerdings häufig nur spärlich bekleidet.

Über die Bekleidung von Marianne E. ist bislang nur wenig bekannt. Die 1,56 Meter große Frau soll das Haus jedenfalls in weißen Clogs verlassen haben.

Auch Polizeisprecher Matthias Mänz geht grundsätzlich von geringen Überlebenschancen für Menschen in einer hilflosen Lage bei solchen Minusgraden aus. „Wir setzen unsere Suche erst einmal fort“, sagt er. "Sind alle relevanten Bereiche abgesucht und es gehen keine neuen Anhaltspunkte zum Aufenthaltsort der Frau ein, stellen wir die Suche aber ein." 

Die Polizei sei deshalb ganz besonders auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen. Bisher, so der Sprecher, seien lediglich zwei Tipps von Bürgern eingegangen.

Hinweise von Zeugen zu dem Fall bitte an die Polizei unter Tel. 0561/9100.

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