Der Verkehr stand am Wochenende still

Tonnenschwere Bauteile an neuer Baunataler Brücke der A49 angebracht

Baunatal. Es war Millimeterarbeit, was die Bauarbeiter am Wochenende an der Autobahnbrücke auf der A 49 Ausfahrt Baunatal-Nord geleistet haben.

Am Samstag war die Landesstraße zum VW-Parkplatz wegen wahren Schwergewichten voll gesperrt. Sieben Brückenfertigteile mussten an ihren Platz an der neuen Autobahnbrücke über den Zubringer gebracht werden.

Für Autofahrer, die über die A 49 aus Richtung Fritzlar an der Ausfahrt Baunatal-Nord zum VW-Werk und den Parkplätzen fahren wollten, war kurz hinter dem Abzweig nach Rengershausen Schluss. Nur aus Richtung Kassel kommend war die Durchfahrt zu Volkswagen frei. Der Grund dafür waren mehrere 20 Tonnen schwere Überbauträger, von denen nun sieben nebeneinander auf den in den letzten Monaten errichteten Widerlagern platziert sind. Die beiden Spannbetonbrücken der A 49 zur Unterführung der Landesstraße und des Fasanenweges im Bereich der Anschlussstelle Baunatal-Nord wurden in den 90er-Jahren errichtet. In beiden Brücken wurde Spannstahl verbaut, der als spannungsrisskorrossionsgefährdet eingestuft wurde. Das Versagen des Tragwerks könne laut Hessen Mobil spontan eintreten und sei meist vorher nicht erkennbar. Bereits 2012 waren die Brücken mit Unterstützungen versehen worden. Der Neubau war unumgänglich.

Am Samstag wurden nun die 20 Meter langen und zirka zweieinhalb Meter breiten Fertigteile aus Eichenzell mit einem 200 Tonnen Autokran an ihren Bestimmungsort gehoben. Das braucht Können und Feingefühl, damit die Schwergewichte möglichst beim ersten Versuch richtig liegen. Dafür war am Samstag Kranführer Gerhard Braubach aus Wabern verantwortlich. Bauleiter Fabian Fries und Bauüberwacher Andreas Kranz von Hessen Mobil beaufsichtigten die Arbeiten. „Das erste Teil ist das Wichtigste, das gibt die Richtung für die anderen an“, erklärte Kranz beim Auflegen des ersten Brückenteils. Eine Erleichterung seien die an den Fertigteilen angebrachten Stahlauflager. Diese erleichterten das Ablegen der Bauteile an der korrekten Position, so der Bauüberwacher. Nach etwa einer Stunde war das erste Stahlverbundfertigteil dort, wo es hingehört.

Auf diese Weise wird auch der zweite Teil der Brücke gebaut werden. Der Verkehr wird dann über die bereits fertige Seite der Autobahnbrücke geleitet. Eine Sperrung der Autobahn ist durch den Neubau der Brücke nicht nötig. Lediglich die Landstraße 3311 muss noch einmal für kurze Zeit gesperrt werden.

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