Trockner laufen rund um die Uhr

Überflutung der Baunataler Stadthalle: Das Schlimmste verhindert

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Anstrengung zur Schadensbegrenzung: Hinter der Bühne (Bild) und im Keller der Stadthalle laufen die Trocknungsgeräte nonstopp. Die Trocknungsexperten suchen laufend neue Zugänge unter dem Boden der Halle, um alle nassen Stellen zu erreichen.

Baunatal. Am Freitag drängten sich die Besucher auf der Werbeland-Messe in der Baunataler Stadthalle. Nichts deutete darauf hin, dass es hier vor zwei Tagen einen kapitalen Wasserschaden gegeben hatte.

Dabei war die Sprinkleranlage angesprungen, obwohl es gar nicht brannte, und die Halle wurde eine Handbreit hoch mit 30 Kubikmetern unter Wasser gesetzt. 

Erst auf den zweiten Blick wird das Desaster erkennbar: Hinter der Bühne und im Keller laufen große Trockner- und Lüftermaschinen auf Hochtouren, flexible Schläuche saugen auch im Technikbereich die Restfeuchte ab. Nur wenn man intensiv die Luft durch die Nase zieht, riecht es an manchen Stellen dezent muffig.

Das schnelle Krisenmanagement im Rathaus hat wohl – zumindest vorerst – das Schlimmste verhindert. Um halb vier morgens sei die Baunataler Feuerwehr automatisch alarmiert worden und schon nach 18 Minuten vor Ort gewesen, berichtet Abteilungsleiter Uwe Schenk. Er, seine Kollegin Rahel Krause und der für die Stadthalle auch zuständige Jens Weimann wurden aus dem Schlaf geklingelt. Sie handelten sofort. Denn am gleichen Vormittag wollten Prüflinge der Landesärztekammer in der Stadthalle einen Test schreiben. Schenk gelang es, sie mithilfe des Bauhofs und einer Bus-Firma in die Kulturhalle Großenritte umzudirigieren.

Neben der Feuerwehr, die das Wasser absaugte und vom Parkett nach draußen schob, seien die Elektro-Firma Büchling und die Firma Dino-Trocknungen sofort zur Stelle gewesen, berichtet Schenk. Ein Elektriker schaltete den Strom ab und testete später die technischen Anlagen, so dass die meisten von ihnen wieder in Betrieb genommen werden konnten. Abends konnte schon wieder die gebuchte Multivisionssschau in der Halle stattfinden. Sichtbare Schäden hätten vor allem der ehemalige Familienraum und die Kegelbahn davongetragen. Die Künstlerumkleide sei verschont worden. Auch der Gastronomiebereich.

Doch erst in den nächsten Tagen oder Wochen wird sich herausstellen, ob die Stadt wirklich mit einem blauen Auge davon gekommen ist. Denn momentan sind noch die Sachverständigen zugange, laufend wird die Feuchtigkeit gemessen. Hinter dem Zustand des großflächigen Parketts steht ein großes Fragezeichen. Muss es neu abgeschliffen, neu versiegelt oder gar ganz erneuert werden? Ist der Estrich angegriffen ? Falls das die Experten bejahen, kann der Schaden in die Hunderttausende gehen. Die Versicherung ist eingeschaltet. Restliche Schäden könne man in den Sommerferien beseitigen, hofft Krause.

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