Fläche in Höhe der Akazienallee untersucht

Verdacht: Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg am Baunsberg in Baunatal

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Untersuchungsergebnis: Die roten Flächen zeigen Bereiche, in denen sich Blindgänger befinden können. Die Stadt will nun das Baugelände an der Akazienallee großflächig untersuchen lassen.

Baunatal. Liegen am Rand des Baunsbergs in Höhe der Akazienallee Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg in der Erde? Eine Untersuchung hält das für möglich.

Sie wurde vom Kampfmittelräumdienst Schollenberger aus Celle gemacht. Die Fläche neben dem dortigen Hochhaus wurde im Auftrag der Stadt mit Blick auf die anstehende Bebauung des Geländes untersucht.

Blick über Altenbauna: Rechts ist der Baunsberg zu sehen. Davor liegt die freie Fläche, die jetzt auf Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg untersucht werden soll.

„Wir haben zahlreiche Flächen mit Verdachtsmomenten“, sagt Baunatals Bürgermeister Manfred Schaub (SPD). Viele Stellen zwischen Akazienallee und Friedrich-Ebert-Schule seien auf der Karte der Firma Schollenberger rot dargestellt, was bedeutet, dass Bombenfunde für möglich gehalten werden.

Die Stadt Baunatal will das Gelände am Fuße des Baunsbergs an Wohnungsbaugesellschaften verkaufen. Später soll es Wohnraum für 200 bis 250 Menschen bieten. Schaub geht davon aus, dass das Areal für die Suche nach Blindgängern zunächst großflächig abgeschürft werden muss. Das werde auch zu Verzögerungen für das Bauprojekt führen. Wie lange die Erschließung des Grundstückes allerdings auf sich warten lässt, könne er noch nicht sagen.

Im Zweiten Weltkrieg gab es am Baunsberg eine Flakstellung. Schaub vermutet, dass die Alliierten deshalb in diesem Bereich und wegen der benachbarten Henschel Flugmotorenwerke viele Bomben abwarfen. Etwas unterhalb von dem Gelände will die Wohnungsbaugesellschaft GWH ebenfalls demnächst bauen. Gleich an mehreren Stellen des Wohnquartiers am Baunsberg zwischen Akazien-, Birken- und Lindenallee sollen Mietshäuser erweitert und Grünflächen umgestaltet werden. Im Vorfeld der Arbeiten werde die GWH auch diese Flächen auf Blindgänger untersuchen lassen, kündigt Christian Wedler, Leiter der GWH in Kassel, an. Man sei zwar gesetzlich nicht dazu verpflichtet, „aber an dieser Stelle macht es Sinn, einen Gutachter zu beauftragen“. Zeitverzögerungen für den Wohnungsbau sieht Wedler wegen der Untersuchungen allerdings nicht. „Unser Ziel ist es sogar, im Herbst mit den Arbeiten zu starten.“

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