Verhandlungen zu neuem Dorfladen in Rengershausen gescheitert

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Wohl aus dem Rennen: Verhandlungen um eine Neueröffnung des ehemaligen Edeka-Ladens in der Ortsmitte von Rengershausen sind fehlgeschlagen.

Baunatal. Der Versuch der Stadt Baunatal, den seit Ende vergangenen Jahres geschlossenen Edeka-Laden von Rustam Lajsev mit einem neuen Betreiber zu sanieren und wiederzueröffnen, sind fehlgeschlagen.

Interesse war groß: Bei der Informationsveranstaltung über die Chancen einen Dorfladen in Rengershausen zu öffnen, war der Saal des Dorfgemeinschaftshauses voll besetzt.

Das teilte Bürgermeister Manfred Schaub mehr als 150 Rengershäuser Bürgern mit, die in das Dorfgemeinschaftshaus gekommen waren, um zu erfahren, wann sie wieder im Ort einkaufen können. Das Ergebnis der Versammlung: Der Standort in der Ortsmitte ist damit erledigt.

Die Stadt wird sich auf die Suche nach Investoren machen, die bereit sind, an anderer Stelle einen Supermarkt zu bauen. Gleichzeitig werde man prüfen, welche Grundstücke in Rengershausen dafür infrage kommen, kündigte der Bürgermeister an.

Schaub hatte zunächst berichtet, dass sich während der Gespräche mit der Baunataler Diakonie Kassel (BDKS), die bereits Dorfläden mit der Supermarkt-Kette Tegut betreibt, herausgestellt habe, dass die Sanierung und der Umbau des alten Edeka-Ladens eine hohe Summe im deutlich sechsstelligen Bereich erfordere. Zur Abfederung des wirtschaftlichen Risikos habe die BDKS einen hohen fünfstelligen Betrag als Zuschuss erwartet. „Die Stadt kann schlicht und einfach keinen Lebensmittelladen betreiben“, sagte Schaub dazu. Er stellte den Rengershäusern allerdings Unterstützung in Aussicht, wenn diese selbst einen Dorfladen betreiben wollten.

„Wir brauchen einen zeitgemäßen Supermarkt. Ein Dorfladen wird sich nicht rechnen“, sagte Zuhörer Gerd Rewald. Der Edeka-Markt habe die Anforderungen heutiger Kunden nicht erfüllt. Er sei auf dem Stand der 1960er-Jahre gewesen und habe auch kein volles Sortiment gehabt.

Der SPD-Ortsverein hat bereits vier mögliche Standorte für einen Markt ausgemacht, die dessen Vorsitzender Carsten Pape den Bürgern präsentierte.

Er schlägt alternativ Grundstücke unterhalb der Westfalen-Tankstelle, hinter der Waldsporthalle am Ortsausgang nach Guntershausen, eine Fläche neben dem Dorfgemeinschaftshaus sowie das Gelände hinter dem Friedhof vor. Das Grundstück am Dorfgemeinschaftshaus sei aber möglicherweise zu klein, um ausreichend Parkplätze zu errichten.

Schaub will diese Vorschläge nun planungsrechtlich überprüfen lassen und gleichzeitig bei Supermarkt-Betreibern für ein Bauprojekt in Rengershausen werben. Er dämpfte die Erwartungen: Interessenten würden streng prüfen, ob sich ein Supermarkt in Rengershausen für sie lohne. Im April oder Mai will der Bürgermeister über erste Ergebnisse informieren.

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