„Das wird noch dauern“

Vermarktung von Baunataler Baugebiet Huhnsecke wird zum Marathon

Noch viel Platz für Wohnen, Büros und Kleingewerbe: Der größte Teil des Mischgebiets Huhnsecke am Ortsausgang von Großenritte liegt noch brach. Foto: Dilling

Baunatal. Auch fünfeinhalb Jahre nach seiner Erschließung liegt noch der größte Teil des Mischgebiets Huhnsecke brach. Bisher haben sich nur sechs Gewerbetreibende niedergelassen.

Von den 25 Parzellen auf dem Areal für nichtstörende Handwerks-, Dienstleistungs- und Gewerbebetriebe und zum Wohnen am Ortsrand von Großenritte, sind erst sechs verkauft. Die Vermarktung des Geländes, das die Stadt 2011 für 800.000 Euro mit einer Ringstraße und Versorgungsleitungen erschlossen hat, droht zum Marathon zu werden. „Das wird noch dauern“, sagt Klaus-Peter Metz, Fachbereichsleiter Wirtschaftsförderung und Finanzen bei der Stadt Baunatal. 

Auch für nächstes Jahr rechne er nicht damit, dass die Huhnsecke sich vollständig mit Betrieben füllt. Immerhin hätten vier weitere Interessenten Optionen für einen Kauf gebucht. Zuletzt hatte Ulrich Greifenberg sich um einen Umzug seines Sportgeschäfts von Elgershausen nach Großenritte bemüht und war einstweilen abgeblitzt. Die Stadt hatte moniert, Greifenberg erfülle mit seinem Geschäft nicht die Vorgaben des Bebauungsplans. Es gebe aber noch lose Kontakte. Wir sind nach wie vor gesprächsbereit“, sagte Metz.

Die zäh verlaufende Vermarktung sieht Metz nicht als Problem: „Wir haben keine Eile.“ Denn die Stadt habe anderswo nur noch wenige Gewerbeflächen. Da sei es gut, etwas in Reserve zu haben. Die Huhnsecke werde auch nicht offensiv vermarktet. Sie werde nur auf der Homepage der Stadt präsentiert. Mit gleich steigenden Gewerbesteuereinnahmen kalkuliere man ohnehin nicht. Die neuen Betriebe müssten erst mal auf die Beine kommen. „Wir haben die Arbeitsplätze im Fokus“, erklärte Metz.

Der der Elgershäuser Straße zugewandte Teil eines großen Gebäudekomplexes am Eingang zum Mischgebiet steht übrigens schon längere Zeit leer: Der Eigentümer will offensichtlich die Räume als Praxen, Ladenlokale oder Büros verkaufen. Das geht aus den Offerten auf der Immobilienplattform Immonet hervor. Als Fertigstellungsdatum wird dort der Herbst 2015 angegeben. Als Ansprechpartner wird die Firma Jordan Immobilien aus Kassel genannt. Auf Anfrage wollte sich die Firma zum Stand der Vermarktung und dazu, ob bereits Räumlichkeiten veräußert werden konnten, „mit Rücksicht auf die Eigentümer“ nicht äußern.

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