Um alle Kinder unterzubringen

Viele junge Familien: Am Heimbach soll Kindergarten statt Café entstehen

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Viele junge Familien: Für das Wohnquartier am Heimbach soll jetzt ein eigener Kindergarten geschaffen werden. Bislang müssen die Jungen und Mädchen zu Einrichtungen in benachbarten Vierteln gebracht werden.

Baunatal. Das Heimbach-Wohnquartier in Großenritte wird nun doch kein Café bekommen, sondern einen neuen Kindergarten.

Grund für diese Entscheidung im Rathaus sind unter anderem die Anmeldungszahlen für das neue Kindergartenjahr.

Um alle Jungen und Mädchen zwischen drei und sechs Jahren in dem Baunataler Stadtteil unterzukriegen, will die Stadt die ursprünglich mal für ein Café geplanten Räume an der Kieler Straße zur Kindertagesstätte ausbauen.

Noch steht das mehrgeschossige Haus, in dem ein privater Investor Mietwohnungen einrichten will, im Rohbau da. Doch schon mit dem neuen Kindergartenjahr ab September solle dort ein Kindergarten öffnen, kündigt Bürgermeister Manfred Schaub (SPD) an. „Das kriegen wir hin.“ Derzeit verhandele die Stadt noch mit dem Bauherrn über den Mietpreis.

Verteilt auf mehrere Kitas

Aktuell sind die Kinder aus dem Heimbach-Quartier auf mehrere Einrichtungen in anderen Vierteln verteilt. Beispielsweise auf die Kitas Hünstein und Talrain, auf das Astrid-Lindgren-Haus und den Stadtpark-Kindergarten. Eine eigene Einrichtung vor der Haustür haben die Familien am Heimbach bislang nicht. Auch das ist ein Grund für die Ansiedlung eines Kindergartens an der Kieler Straße.

Insgesamt gebe es 60 Anmeldungen aus Großenritte für das neue Kita-Jahr, erläutert der Bürgermeister. „Wir haben aber nur maximal 54 Plätze.“

Im Parlament

Das letzte Wort habe die Stadtverordnetenversammlung, betont Schaub weiter. Dass der Wunsch aus dem Magistrat dann auch im Parlament grünes Licht bekommt, dafür stehen die Chancen gut. Der Sozialausschuss hat laut Bürgermeister bereits einhellig Ja zu dem Vorhaben gesagt.

Zu den Kosten für den Umbau kann Schaub derzeit noch nicht abschließend etwas sagen. Das sei Teil der Verhandlungen mit dem Eigentümer über den Mietpreis, erläutert er.

Insgesamt bleibt die VW-Stadt beliebt bei jungen Familien. Ein Anreiz für diese ist sicherlich, dass die Kindergartenbetreuung in der Regelzeit von 7 bis 13 Uhr kostenfrei ist.

Vertrag für fünf Jahre

154 Quadratmeter Fläche sollen in der neuen Kita an der Kieler Straße künftig zum Spielen und Toben zur Verfügung stehen. „Wir wollen die Räume für fünf Jahre anmieten“, sagt Schaub.

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