Nach Einigung zwischen Volkswagen und IG Metall

VW-Betriebsrat in Baunatal: Tarif ist guter Abschluss

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Protesst vor dem Werk in Baunatal: Die IG Metall forderte zunächst sechs Prozent.

Baunatal. Der jetzt erzielte Tarifabschluss für die Beschäftigten bei Volkswagen wird auch vom Betriebsrat im VW-Werk Kassel in Baunatal positiv bewertet.

„Wir sind auf jeden Fall zufrieden“, sagt stellvertretende Betriebsratsvorsitzende Ulrike Jakob im Gespräch mit der HNA. „Unsere Vertrauensleute haben am Mittwoch in allen Schichten darüber informiert. Wir kriegen von den Mitarbeitern positive Rückmeldungen.“

Ulrike Jakob

Auch die 16.600 Beschäftigten in Baunatal bekommen ab Mai 4,3 Prozent mehr Geld. Ab August 2019 wird ein Zusatzgeld an alle Beschäftigten von 27,5 Prozent eines Monatsgehaltes gezahlt. Mitarbeiter mit Kindern bis zu zehn Jahren oder mit pflegebedürftigen Angehörigen, die zusätzliche Betreuungszeiten benötigen, können diesen Baustein auch in sechs zusätzliche freie Tage umwandeln. Außerdem wurde eine höhere Beteiligung des Unternehmens an der Altersvorsorge beschlossen.

„Da ist uns ein richtig dickes Ding gelungen“, sagt Jakob zu diesem Gesamtpaket. „Es ist ein guter Abschluss. 

Die stellvertretende Betriebsratsvorsitzende erinnert dabei auch nochmal an Stimmung während der Tarifverhandlungen im Baunataler Werk. Das Angebot, das zunächst von der Arbeitgeberseite vorgelegt worden war, habe die Beschäftigten auf die Palme gebracht, sagt Jakob.

Anfang Februar hatten bei einem Warnstreik im Werk Kassel 11.000 Beschäftigte die Arbeit niedergelegt. Der Betriebsrat sprach von einer „überwältigenden Beteiligung“. Ursprünglich hatte die IG Metall sechs Prozent mehr Lohn für die 120.000 Beschäftigten bei VW in Deutschland gefordert.

„Das hat gewirkt“, sagt Jakob rückblickend zu dem Warnstreik. Damit sei die Grundlage für den jetzigen Abschluss gelegt worden. „Das ist der Verdienst der Kollegen.“

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