60 Jahre Volkswagenwerk in Baunatal

Die VW-Druckerei in Baunatal kann fast alles: Von DIN A4 bis zur Lkw-Plane

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Haben den Familientag fest im Blick: Druckerei-Chef Josef Just (links) und Mitarbeiter Hartmut Bütow zeigen einen frisch gedruckten Aufsteller für die große Feier am 25. August. Foto: Sven Kühling

Baunatal. Das Volkswagenwerk Kassel in Baunatal ist in vielen Bereichen wie eine kleine Stadt. Immerhin arbeiten dort 17.100 Frauen und Männer.

So gibt es zwischen den Abteilungen, die sich um die neusten Getriebe, Abgasanlagen, formgehärtete Karosserieteile und Elektroantriebe kümmern, eine eigene Druckerei. Drei Mitarbeiter drucken Plakate, Lkw-Planen, große Aufsteller sowie jede Menge DIN-A 4-Papiere, die herkömmliche Kopierer und Drucker in großer Stückzahl nicht schaffen.

Die größte Auflage haben inzwischen die Laufzettel für Lkw-Fahrer, die Material zum Baunataler Werk bringen oder fertige Teile abholen. „Davon drucken wir pro Jahr ganz bestimmt 250 000 Stück“, sagt Druckerei-Leiter Josef Just. „Und das in zwölf verschiedenen Sprachen.“

Doch die Druckerei kann noch wesentlich mehr. Es gebe zwei Farbdruckstraßen und eine Straße für Schwarz-weiß-Druck, erläutert Just. Aufkleber und Folien in jeder Größe könnten produziert werden. Bachelor- und Doktorarbeiten – die von Absolventen bei VW geschrieben werden – mit Klebe- oder Spiralbindung sind für die Experten kein Problem. Lkw-Planen bis 1,60 Meter breite laufen frisch bedruckt aus einer Maschine. Die sind nicht nur für Lastwagen geeignet, sondern werden gern auch als Transparente für verschiedene Anlässe genutzt.

Verschiedene Druck-Erzeugnisse: Andrea Dannheim präsentiert viele Varianten – von der Doktorarbeit bis zum Klebebild für die Toilette.

Aufträge werden laut Just auch für externe Auftraggeber erledigt und für andere VW-Standorte. „Bei der Marke Volkswagen sind wir die Einzigen, die diese Maschinen haben.“

Früher, so berichtet der Leiter weiter, habe man in der Druckerei auch Zeichnungen etwa für neue Getriebe und einzelne Bauteile erstellt. „Doch das geht heute alles am Computer.“ Natürlich sorgt die Druckerei auch für viele Beschriftungen in der Fabrik – etwa die Symbole für die Toiletten. Spezialität sind Folien, die sich wieder abziehen lassen.

Derzeit druckt die Abteilung zusätzlich 50 Aufsteller, so genannte Roll Ups, für den großen Familientag zum 60. Geburtstag des VW-Werks am 25. August. Mit den Plakaten werden die Besucher durch die Fabrik geleitet. Eingeladen an diesem Tag sind allerdings nur Werksangehörige und Ehemalige.

Die Druckerei ist nach Angaben von Josef Just besonders schnell. „Wir erledigen 80 Prozent aller Aufträge innerhalb von zwei Arbeitstagen“, sagt er. Rund 300 Aufträge im Monat gebe es insgesamt.

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