Elektro-Golf

VW-Werk in Baunatal: Täglich 80 Motoren für den GTE

E-Motor an E-Motor: Andrey Blinov kontrolliert im Baunataler VW-Werk die Antriebstechnik, die in Wolfsburg in den neuen Hybrid-Golf GTE eingebaut wird. Fotos: Kühling

Baunatal. Das VW-Werk Kassel in Baunatal baut den Elektromotor für den neuen Golf GTE. Täglich verlassen 80 der 102 PS starken Plug-In-Hybride das Werk.

VW-Mitarbeiter Willi Sinemus hat den Slogan für den neuen Golf GTE „Das Beste aus zwei Welten" auf dem Rücken seines Poloshirts stehen. Damit trifft der 50-jährige Warburger den Nagel auf den Kopf.

Der Hybrid-Golf, der in den nächsten Tagen in die Ausstellungsräume der VW-Händler kommt, vereint Antriebstechnik aus zwei Welten: Der klassische Benzinmotor mit 150 PS wird mit einem 102 PS starken Elektromotor gekoppelt. Gebaut wird der E-Antrieb samt Getriebe und drei Kupplungen im VW-Werk Kassel in Baunatal.

Nach den reinen Elektrovarianten für den Golf und den Up haben die Baunataler den sogenannten Plug-In-Hybrid entworfen. Um Chefentwickler Dr. Klaus Heber seien 200 Ingenieure am Standort mit dieser Technik befasst gewesen, erläutert VW-Sprecher Rudi Stassek. Das Besondere des Modules sei, so ergänzt Qualitätsverantwortlicher Steve Cuntze, dass der Elektroantrieb samt Benzinmotor wie jeder andere Motor in der ganz normalen Montagestraße in Wolfsburg in den Golf eingebaut wird. „Andere brauchen ein extra Werk für ihre E-Autos.“

Möglich machen dies das Baukastensystem MQB (Modularer Querbaukasten) und die platzsparende Bauweise des Hybrids. So werden beispielsweise die drei Kupplungen im Hohlraum des Elektromotors versteckt. Seit Wochen produzieren die Baunataler den Hybrid für den Golf GTE in Serie. Laut Cuntze derzeit 80 Stück am Tag. Ab Januar werden es 200 Komponenten sein mit 150 Mitarbeitern in der modernen Halle 6.

Über die tatsächliche Anzahl der Bestellungen des kürzlich angelaufenen Modells sagt VW nichts. Experten gehen aber davon aus, dass sich der GTE mit seiner Kombination aus Benziner und E-Motor leichter verkauft als die reine E-Variante.

Von Sven Kühling

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