Autohersteller spendet

VW-Werk Kassel in Baunatal gibt 100.000 Euro für Vereine

Baunatal. Der Verein Freunde im Bereich der Neuropädiatrie am Klinikum Kassel hilft Kindern mit Anfallsleiden und Entwicklungsstörungen.

Die Sportjugend des Sportkreises Schwalm-Eder verleiht für Feste mit Kindern ein Spieltool mit Bällen, Schlägern und weiteren Spiel- und Sportgeräten.

Das sind nur zwei Beispiele für das Engagement von gemeinnützigen Vereinen in der Region, die kürzlich vom VW-Werk Kassel in Baunatal mit Spenden bedacht wurden. Insgesamt schütteten der Sozialausschuss und das Personalwesen knapp 100.000 Euro für 63 Projekte aus.

Noch Mitte des vergangenen Jahres war das Interesse der Vereine an Unterstützung zurückgegangen. Thomas Frye vom Betriebsrat in Baunatal vermutete, dass die Menschen in der Region davon ausgingen, dass der Autokonzern aufgrund der Belastungen durch den Abgasskandal weniger Geld für Spenden zur Verfügung habe. 

Das sei aber „trotz der Schwierigkeiten“ nicht der Fall, betonte Frye im Gespräch mit der HNA. „Da führt VW mit uns keine Diskussion.“ Der Konzern werde auch weiterhin soziale Verantwortung für die Region übernehmen.

Auf einen Artikel in der HNA meldeten sich schließlich zahlreiche Bewerber. 63 wurden im Jahr 2016 für eine Unterstützung ausgewählt. 38 Vereinsvertreter trafen sich jetzt im Werkforum des Baunataler Werkes zu einem Gedankenaustausch.

„Für uns als größter Arbeitgeber Nordhessens ist es wichtig, Verantwortung in der Region zu übernehmen“, betonte Jörg Asmuth vom Personalwesen im VW-Werk. Er lobte den großen Einsatz der Fördervereine, für deren Arbeit oft viel Engagement erforderlich sei. „Wir als Betriebsrat, versuchen immer, nah am Menschen zu sein“, sagte Thomas Frye. „Daher unterstützen wir jedes Engagement und jede ehrenamtliche Arbeit zugunsten sozial benachteiligter oder hilfsbedürftiger Menschen.“ 

Der Aufruf an die Vereine vom vergangenen Sommer hat sogar zu einem gewissen Stau bei der Bearbeitung geführt.

„Die Antragsteller müssen derzeit sogar etwas warten“, sagt Thomas Frye. „Weil wir alles verünftig abarbeiten wollen, kann es zu Verzögerungen kommen.“

Rubriklistenbild: © Foto: VW/nh

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