Feste Arbeitsverträge

VW-Werk übernimmt im Juni 262 Leiharbeiter

Positiver Blick in die Zukunft: Regina Umbach und Sebastian Hermann bekommen nach drei Jahren Leiharbeit nun einen festen Vertrag bei VW. Hier stehen sie in der Halle 3 in der Produktion für das Direktschaltgetriebe DQ 500. Foto: Kühling

Baunatal/ Kassel. Mit einem guten Gefühl blickt Regina Umbach in die Zukunft. Sie ist eine von 262 Leiharbeitern, die von VW einen festen Arbeitsvertrag bekommen hat.

Regina Umbach hat früher mal Friseurin gelernt. Jetzt steht die 53-Jährige in der Halle 3 des Baunataler VW-Werks und montiert moderne Direktschaltgetriebe zusammen - mit einem festen Arbeitsvertrag in der Tasche.

Der Weg bis dahin war für die Mutter von zwei Kindern holprig, manchmal steinig und zuletzt auch mit ungewissem Ausgang versehen. Die Kasselerin war eine von ingesamt 1400 Leiharbeitern im Werk. Nach 36 Monaten ist bei der Zeitarbeitsfirma Autovision normalerweise Schluss. Dann müssen sich die Frauen und Männer einen neuen Job suchen.

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Die Übernahme zum 13. Juni sei für sie schon der berühmte Sechser im Lotto, sagt Regina Umbach. Wegen der guten Auftragslage am nordhessischen Standort werden bis Juni 262 Leiharbeiter auf feste Jobs übernommen. Aufgrund ihrer guten Leistungen gehöre die 53-Jährige dazu, erläutert VW-Sprecher Heiko Hillwig.

„Es war schon toll, gerade in meinem Alter eine Festanstellung zu bekommen“, sagt Umbach, die in früheren Tagen auch mal als Verkäuferin jobbte. „Das Gefühl ist jetzt ein ganz anderes.“ Vor drei Jahren habe sie bei VW dann eine fünfmonatige Ausbildung absolviert zum Maschinen- und Anlagenführer, sagt sie und nennt ihre Stärke: „Ich bin flexibel.“

Genauso freut sich Sebastian Hermann über den Schritt aus einer ungewissen Zukunft in ein geregeltes Arbeitsleben. Der 24-Jährige wird zum 1. Juni auf eine feste Stelle in der Lasertechnik der Halle 2 übernommen. Hermann arbeitet als Anlagenführer mit Programmiertätigkeit. In diesem Bereich sehe er auch noch Entwicklungspotenzial für sich. „Nur durch Weiterentwicklung kommt man zu persönlicher Zufriedenheit“, sagt der Kasseler. „Vielleicht werde ich ja mal Meister.“

Sebastian Hermann hat Industriemechaniker bei der Kasseler Firma Bode gelernt. Nach einem Jahr Arbeit mit befristetem Vertrag war Schluss bei dem Hersteller von Türsystemen. Darauf folgten drei Jahre Leiharbeit bei VW.

Auch der 24-Jährige freut sich über die Festanstellung im Baunataler Werk. „Es wird geschätzt, dass sich die Leute drei Jahre Mühe gegeben haben“, sagt Sebastian Hermann. Jetzt könne er einfach besser planen - auch für seine zweijährige Tochter. „Das ist ein gutes Gefühl.“

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