Ausfälle und Verspätungen im Zugverkehr - Zwei verletzte Einsatzkräfte

Waldbrand bei Fuldabrück: Feuer vermutlich durch Gleisarbeiten ausgelöst

Baunatal/Fuldabrück. In der Nähe von Fuldabrück-Dittershausen stand am Montag ein Waldstück in Flammen - etwa 50 Meter von einem ICE-Tunnel entfernt. 

Aktualisiert um 12 Uhr: Der Waldbrand, der am Montag Einsatzkräfte aus dem ganzen Kreis Kassel und dem Schwalm-Eder-Kreis in Fuldabrück-Dittershausen beschäftigt hat, ist am Abend gelöscht worden. Das teilte die Einsatzleiterin, Baunatals Erste Stadträtin Silke Engler, am Abend gegen 19 Uhr mit. Die Bekämpfung von Glutnestern dauerte bis in die frühen Morgenstunden. Nach Angaben von Baunatals Erster Stadträtin Silke Engler herrschten auf dem Waldboden teilweise noch Temperaturen von 500 Grad. „Die ganze Nacht wurden Unmengen von Wasser dort aufgebracht“, sagt sie im Gespräch mit der HNA.

In der Nähe des Fuldabrücker Ortsteils Dittershausen war am Montagnachmittag ein Brand in einem Waldstück ausgebrochen.  Nachdem sich das Feuer ausgebreitet hatte, bedrohten die Flammen einen nahegelegenen ICE-Tunnel. Die angehende Regionalzugtrasse sowie die betroffene ICE-Strecke waren deshalb gesperrt worden. 

Zwei verletzte Einsatzkräfte

600 Einsatzkräfte der Feuerwehr halfen dabei, den Brand unter Kontrolle zu bekommen und zu löschen. Gegen Abend wurden dann weitere Kräfte alarmiert, um die Einsatzstelle auszuleuchten. Zwei der Einsatzkräfte wurden verletzt: Einer der Retter litt an Erschöpfung, der andere verletzte sich bei den Löscharbeiten am Fuß. Nach ersten Erkenntnissen lösten möglicherweise Arbeiten an den Gleisen den Brand aus. In dem Streckenabschnitt, an dem gearbeitet wurde, soll der Brand seinen Ursprung haben.

Bis in die frühen Morgenstummten glimmten die Glutnester.

Viele Züge am Bahnhof Wilhelmshöhe in Kassel fielen aus

Der Brandherd lag an einem Hang unmittelbar über dem Tunnelportal der ICE-Strecke. Die Sperrung sorgte für zahlreiche Verspätungen und Zugausfälle am Bahnhof Kassel Wilhelmshöhe. Auch aktuell kommt es noch zu Einschränkungen im Nahverkehr am Bahnhof Wilhelmshöhe. Die Regionalzüge in Richtung Süden verkehren nach aktuellen Informationen nur bis Guntershausen. „An der Bahnstrecke liegen die Schläuche“, erläutert Engler.

Nach ersten vorsichtigen Schätzungen der Feuerwehr standen etwa 3000 Quadratmeter Wald und 5000 Quadratmeter weiterer Flächen, wie bspw. bewachsene Böschungen, in Flammen. Zwischenzeitlich frischte der Wind auf und trieb den Rauch bis nach Dittershausen. Die Rauchsäule war noch in Kassel sichtbar.

Anwohner sollten Wasser sparen

Weil so viel Löschwasser an der Einsatzstelle benötigt wurde, wurden die Anwohner der angrenzenden Gemeinden sowie die Bewohner Baunatals aufgerufen, Wasser zu sparen. Landwirte halfen der Feuerwehr, Wasser aus der nahegelegenen Fulda zu pumpen. Löschwasser kam am Montagabend auch aus der Luft. Laut Engler war ein Hubschrauber der Landespolizei in Egelsbach im Einsatz. „Das Wasser wurde aus der Fulda geholt und dann zielgenau abgeworfen.“

Auch ein Löschhubschrauber war im Einsatz.

Zahlreiche Feuerwehren aus dem Landkreis Kassel und dem Schwalm-Eder-Kreis waren im Einsatz, um das Feuer einzudämmen. 

Waldbrand bei Dittershausen

Waldbrand bei Rengershausen
  © Tina Hartung
Waldbrand bei Rengershausen
  © Christopher Hess
Waldbrand bei Rengershausen
  © Felix Rothhagen
Waldbrand bei Rengershausen
  © Felix Rothhagen
Waldbrand bei Rengershausen
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Waldbrand bei Rengershausen
  © Felix Rothhagen
Waldbrand bei Rengershausen
  © Christopher Hess
Waldbrand bei Rengershausen
Blick von Kassel aus. © Katrin Graß
Waldbrand bei Rengershausen
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Waldbrand bei Rengershausen
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Waldbrand bei Rengershausen
 © Waldi Schmidt
Waldbrand bei Rengershausen
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Waldbrand bei Dittershausen
nein © Andreas Fischer
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Waldbrand bei Rengershausen
 © hessennews.tv
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Waldbrand bei Rengershausen
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Waldbrand bei Rengershausen
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Waldbrand bei Dittershausen
Waldbrand bei Dittershausen © Denise Bradtke
Waldbrand bei Dittershausen
Waldbrand bei Dittershausen © Denise Bradtke

Hier liegt Dittershausen:

Seit Tagen ist es heiß und trocken. Immer wieder warnt die Feuerwehr vor Wald- und Flächenbränden. „Zurzeit reicht ein Wassertropfen, der dann wie eine Linse wirkt, eine Glasscherbe oder eine Zigarette, um ein Feuer zu entfachen“, sagte Michael Kahl, Gemeindebrandinspektor im Kreis Kassel, gegenüber der HNA.

Waldbrände in der Region

Gerade im Wald ist die Gefahr eines Brandes groß. In den vergangenen Wochen gab es unter anderem diese Waldbrände:

  • In Hann. Münden war am vergangenen Samstag ein Hecken- und Waldbrand ausgebrochen: Ein unbeaufsichtigtes Lagerfeuer hatte sich auf Büsche und Hecken ausgebreitet. Die 34 Einsatzkräfte konnten das Feuer aber schnell löschen. 
  • Am vergangenen Mittwoch brannte ein Stück Wald in Wüstfeld (Hersfeld-Rotenburg): 50 Einsatzkräfte mussten ausrücken, um es zu löschen. 
  • Anfang Juli hatte es gleich mehrere Waldbrände im Landkreis Hersfeld-Rotenburg gegeben: Bei Weißenhasel brannte es auf 100 mal 50 Metern in einer Fichtenschonung. 
  • Außerdem brach ein Feuer nahe der Alheimerhütte in Rotenburg aus. Da der Brandort so schlecht erreichbar war, mussten die Einsatzkräfte die Löschschläuche über 100 Meter zu Fuß transportieren. 
  • Auch in Alheim brannte es: In der Nähe des Kalkschotterbruchs in Heinebach mussten 85 Feuerwehrleute einen Waldbrand löschen.

Feuer bei Hitze: Brände in der Region

  • Am Sonntag brannte in Göttingen ein Lagerhallen-Komplex: Das Feuer brach im Göttinger Auktionshaus am Schlagemühlenweg aus und musste mit mehreren Rohren und von drei Seiten gelöscht werden. 
  • Am Samstag brannte eine Werkstatt im Herleshäuser Ortsteil Archfeld im Werra-Meißner-Kreis. Kurz zuvor hatte dort eine Familienfeier stattgefunden. Bei dem Feuer entstand ein Schaden von 50.000 Euro. 
  • Unterholz auf einer Fläche von 200 Quadratmetern brannte am vergangenen Freitag in Deiderode (Landkreis Göttingen). 35 Einsatzkräfte rückten zu dem Feuer aus. 
  • In Dörnberg (Kreis Kassel) haben am vergangenen Dienstag 300 Rundballen gebrannt. Die Polizei geht von Brandstiftung aus.

Hitzewelle und ihre Folgen

Während der Hitzewelle rufen Stadt und Kreis Kassel die Bewohner dazu auf, sorgsam mit ihrem Trinkwasser umzugehen, Bauern klagen über enorme Ernteeinbußen und immer wieder brennen Wiesen, Felder, Wälder und Böschungen. Die Hitzewelle hat enorme Folgen für die Region. 

Unter anderem in der Nähe von diesen Orten sind während der Hitze in der Region Feuer ausgebrochen (Bitte beachten Sie, dass die Markierungen meist nicht auf den Koordinaten der Brände, sondern jeweils auf dem Ort liegt, der im Zusammenhang mit dem jeweiligen Brand genannt wurde):

Rubriklistenbild: © Hessennews.tv

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