Nichts für schwache Nerven

Wanderausstellung zeigte in Baunatal viele Spinnen und Insekten

Riesenschnecken: Besucherin Heike Albert hat früher bis zu 15 Schneckenarten gezüchtet. Auf unserem Bild sind afrikanische Riesenschnecken zu sehen, die bis zu 20 cm groß werden können.

Baunatal. Bei der Spinnen und Insektenausstellung in der Großenritter Kulturhalle konnten die Besucher über 400 Präparate toter Tiere und 100 Terrarien mit lebenden Tieren besichtigen.

Die Spinnen- und Insektenausstellung in der Großenritter Kulturhalle war nichts für schwache Nerven, aber lehrreich und pädagogisch wertvoll: Auf einer Fläche von mehreren Hundert Quadratmetern wurden den Besuchern Spinnenarten aus allen Kontinenten, verschiedene Skorpione, Riesentausendfüßler, Monsterkrabben oder Gespensterheuschrecken vorgestellt.

„Wir verfügen über 400 Präparate toter Tiere und 100 Terrarien mit lebenden Tieren“, sagte Sergio Neigert (28), Inhaber der Wanderausstellung, die in mehreren Bundesländern gezeigt wird. Am Sonntag, 26. April, sei die sehenswerte Show von 10 bis 18 Uhr in der Stadthalle Fritzlar zu sehen, sagte der Aussteller und Züchter seltener Spinnen.

Stündlich bezog Neigert die Besucher mit ein, um ihnen Grundkenntnisse über seine Tiere zu vermitteln und ihnen „ein wenig Angst und Ekel vor diesen Tieren zu nehmen“. Denn kaum ein anderes Lebewesen verbreite so viel Angst wie Spinnen, sagte der Vogelspinnenexperte. Auch Tia und Marie - beide 10 Jahre alt aus Baunatal - durften sich zu Sergio Neigert setzen, um ein fünf Jahre altes mexikanisches Rotknie-Spinnenweibchen aufzunehmen. Es habe in der Hand ein bisschen gekribbelt, aber schlimm sei es nicht gewesen, sagten die Mädchen übereinstimmend.

Nicht alle Besucher betraten Neuland: Dr. Eckhard Kröger und seine Ehefrau Martina aus Kassel waren nach Baunatal gekommen, um ihre Kenntnisse über die Haltung von Vogelspinnen zu vertiefen. „Interessant, Tiere zu sehen, die man noch nicht kennt“, sagte Sabine Zenz aus Altenbauna, die sich seit Jahren mit diesem Hobby befasst. Um die ebenfalls ausgestellten Riesenschnecken, Käfer und Tausendfüßler ging es der Besucherin Heike Albert. Sie habe früher bis zu 15 Schneckenarten selbst gezüchtet, verriet sie unserem Mitarbeiter.

Spinnenausstellung in Baunatal

Besonders wertvoll war die Ausstellung für ängstlichere Menschen, denen zuvor schon beim Anblick von Spinnen der Mut zu versagen drohte. Die attraktiv eingerichteten Terrarien und eine passende Soundkulisse schufen in der Kulturhalle eine besondere Atmosphäre. Detaillierte Beschreibungen von Lebensräumen, Lebensgewohnheiten und Beute jedes einzelnen Tieres rundeten den Besuch der Ausstellung als eine kleine Bildungsreise ins Reich der Gliederfüßler ab.

Von Hans-Peter Wohlgehagen

Archiv-Video: HNA-Mitarbeiterinnen stellen sich ihrer Angst vor Spinnen

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