Heute prüft das Gesundheitsamt

Wasserschaden in der Heimbach-Kita: Stadt Baunatal sucht jetzt nach Ersatz

+
Aufgebaggert: Der Bereich um den Eingang der Heimbach-Kita wurde inzwischen frei gelegt. Der Schaden am Gebäude ist offensichtlich doch größer, als zunächst angenommen.

Baunatal. Der Wasserschaden in der Heimbach-Kita in Großenritte ist nun doch größer, als zunächst angenommen.

Die Stadt prüfe deshalb, ob die 23 Kinder aus dem Kindergarten an der Kieler Straße nicht vorübergehend in anderen Räumen untergebracht werden, erläutert Bürgermeister Manfred Schaub (SPD) im Gespräch mit der HNA. Welche Alternativen infrage kommen, solle aber erst mit dem Magistrat der Stadt besprochen werden.

Nach einem Wasserschaden Anfang August und anschließender Schimmelbildung war das Untergeschoss der städtischen Einrichtung luftdicht abgeriegelt worden. An einem Wochenende Anfang Oktober begann eine Spezialfirma im Auftrag des Vermieters damit, den feuchten Boden, Putz und Tapeten aus dem Ruhe- und Bewegungsraum der Kita herauszunehmen. Die Kinder halten ihren Mittagsschlaf seither auf dem Gang der Kita, der sich wie der Gruppenraum im darüber gelegenen Erdgeschoss befindet.

Inzwischen wurde von einer Baufirma die Erde um den Eingangsbereich abgetragen. Am heutigen Donnerstag, so der Bürgermeister, treffe man sich mit Vertretern des Gesundheitsamtes sowie der Kita-Aufsicht des Landkreises und dem Vermieter des Gebäudes, um über das weitere Vorgehen zu beraten.

Im Einsatz: Mitarbeiter einer Spezialfirma, die Anfang Oktober den Ruhe- und Bewegungsraum im Untergeschoss entkernten.

Die Frage sei, wie lange eine Sanierung voraussichtlich dauern wird. Die aktuelle Situation solle auf jeden Fall kein Dauerzustand sein, sagt Schaub. Das sieht auch die Kita-Aufsicht beim Landkreis so. „Die Frage ist, kann man eine Zwischenlösung finden“, erläutert Kreissprecher Harald Kühlborn. Sollte der Ruheraum über mehrere Wochen geschlossen bleiben, müsse man eine Alternative anbieten. Es gehe darum, dass die Kinder einen Schlafraum haben, „der nicht noch anderweitig genutzt wird“.

Kühlborn bestätigt auch, dass sich das Gesundheitsamt des Kreises die Einrichtung genauer anschauen werde. Über das Einschalten des Gesundheitsamtes in die Angelegenheit gibt es im politischen Baunatal bislang Uneinigkeit. Laut Grünen-Fraktionschef Edmund Borschel hat seine Partei dafür gesorgt, dass die Behörde die Situation in der Kita nun unter die Lupe nimmt. Der Bürgermeister betont hingegen: „Wir sind auf das Gesundheitsamt und die Kita-Aufsicht zugegangen.“

Der Rathauschef stellt jedenfalls weiter fest, dass es keine Gesundheitgefahren für die Kinder durch die Schimmelbildung gebe. Bei den bisherigen Messungen eines Prüflabors sei nichts anderes herausgekommen. Und auch der Kreissprecher betont: „Die Daten, die wir haben, sagen, dass es keine Gesundheitsgefährdung gibt.“

Baunatals Grüne bleiben indes kritisch. Sie haben einen Fragenkatalog mit neun Fragen an das Gesundheitsamt gesendet. Darin geht es beispielsweise um die bisherige Art der Messungen und welche Parameter bislang untersucht wurden. 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.