Annette Böhle kandidiert für Amt der Präsidentin

Wieder eine Frau an der Spitze des KSV Baunatal?

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Kandidatin für das Spitzenamt: Annette Böhle, hier vor der Sportwelt des KSV Baunatal, wird sich Ende Mai zur Wahl der Präsidentin des Großvereins stellen. 

Baunatal. Der Platz an der ehrenamtlichen Spitze des KSV Baunatal ist seit drei Jahren unbesetzt, doch nun könnte der Sportverein bald wieder eine Präsidentin bekommen.

In der nächsten Delegiertenversammlung am 31. Mai stellt sich Annette Böhle (47) zur Wahl. Erhält sie den Zuschlag, tritt sie die Nachfolge von Ursula Harms an, die im Sommer 2014 in den Ruhestand gewechselt war.

Harms war in Personalunion hauptamtliche Geschäftsführerin und ehrenamtliche Präsidentin. Nach ihrem Ausscheiden gab sich der 7000-Mitglieder-Verein eine neue Struktur. Seitdem kümmert sich ein Vorstand um das operative Geschäft, dem Vorsitzender Timo Gerhold und die sportliche Leiterin Katrin Eschstruth als haupt- sowie zwei weitere Mitglieder als ehrenamtliche Kräfte angehören.

Vakante Position

Als Aufsichtsgremium und Repräsentant des KSV fungiert ein bislang sechsköpfiges ehrenamtliches Präsidium. Dessen Leitung teilen sich die Vizepräsidenten Rolf Dubbel und Marco Weber. Die vakante Spitzenposition soll nun Böhle übernehmen, die seit 2014 im Präsidium mitarbeitet.

Die Altenritterin Böhle ist ein Eigengewächs – von Kindesbeinen an im Verein aktiv. Sie hat sich den Schritt nach vorn eine Weile überlegt, ehe sie der Nominierung zustimmte. Ihre Leitlinie: „Wenn jeder Nein sagt, gibt es bald kein Ehrenamt mehr.“ Sie wolle freiwilliges Engagement stärken und diejenigen unterstützen, die etwas für die Allgemeinheit tun, „das ist eine gute Sache“.

Timo Gerhold

Sympathieträgerin

„Wir wollten jemanden, der auf unserer Welle schwimmt“, sagt Vorstandsvorsitzender Timo Gerhold, deshalb habe man sich Zeit gelassen. Annette Böhle sei in Baunatal bekannt, sei eine Sympathieträgerin, besitze ein gutes Netzwerk und versprühe Esprit. Schon bisher habe sie mit guten Ideen gepunktet. Gerhold: „Wir denken meist in die gleiche Richtung.“ Werde sie gewählt, könne sich der Vorstand zugunsten seiner operativen Aufgaben ein Stück aus der Öffentlichkeit zurückziehen.

Böhle, die vor 40 Jahren in die Schwimmabteilung eintrat und mit 16 das erste Ehrenamt übernahm, setzt sich für den Fall ihrer Wahl das Ziel, die Verbundenheit im Verein über Abteilungsgrenzen hinweg zu verstärken. Und den Bogen zu spannen zwischen dem Wirtschaftsunternehmen und dem Traditionsverein KSV Baunatal. „Das bleibt die größte Herausforderung.“ Dabei setzt sie auf die vom gesamten Präsidium zugesagte Rückendeckung und ihren guten Draht zu älteren wie jüngeren Mitgliedern.

Aber erster Schritt müsse natürlich sein, sich überhaupt im Amt zu etablieren. Wegen der dafür erforderlichen Zeit hat die halbtags berufstätige Mutter von Zwillingstöchtern – die im Musikzug des KSV spielen – ihr Ehrenamt als Geschäftsführerin der Wirtschaftsgemeinschaft Baunatal kürzlich abgegeben.

Delegiertenversammlung des KSV Baunatal: Mittwoch, 31. Mai, ab 19 Uhr, Stadthalle Baunatal

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