SPD-Mehrheit unterstützt Vorschlag

Wiederwahl Englers zur Ersten Stadträtin in Baunatal fast sicher

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In dieser Rolle sieht sich Baunatals Erste Stadträtin selbst gerne: Im Gespräch mit den Baunataler Bürgern. Hier erklärte sie den Menschen kürzlich am Bahnhof Guntershausen, wie der barrierefreie Umbau aussehen wird.   

Baunatal. Silke Engler (SPD) wird wohl der Stadt Baunatal noch weitere sechs Jahre als hauptamtliche Erste Stadträtin erhalten bleiben.

Die SPD-Fraktion im Stadtparlament sorgte jedenfalls am Montag mit ihrer Stimmenmehrheit dafür, dass im Frühjahr über eine Wiederwahl der 44-Jährigen abgestimmt wird. Damit gilt die Verlängerung der Amtszeit Englers als sicher.

Alle anderen Fraktionen in der Stadtverordnetenversammlung sprachen sich gegen eine weitere Zusammenarbeit mit der Juristin aus. Trotz der Beteuerung der Redner, die angeführten Argumente hätten nichts mit der Person Silke Engler zu tun, fiel die Bilanz der Kritiker bisweilen sehr negativ aus.

Doch zunächst hob SPD-Fraktionschef Reiner Heine die positiven Eckpunkte der Arbeit Englers in den vergangenen zwölf Jahren hervor. Diese lägen etwa in den Fachbereichen Bau und Umwelt sowie beim Baubetriebshof und den Stadtwerken. Mit der Wahl der 2006 erst 32-jährigen Rostockerin habe die Stadt Baunatal die richtige Entscheidung getroffen, sagte er. Engler vertrete Bürgermeister Manfred Schaub und repräsentiere die Stadt Baunatal hervorragend.

„Können wir uns als Stadt Baunatal überhaupt eine Erste Stadträtin leisten?“, fragte hingegen CDU-Fraktionschef Sebastian Stüssel. Rund 136.000 Euro müsse die Stadt – einschließlich Dienstwagen – für die Stelle der Vizebürgermeisterin aufwenden, rechnete er vor.

Vor allem im Zusammenhang mit der Sanierung des Schwimmbades Aqua-Park kritisierte Stüssel die Erste Stadträtin. Die Verantwortlichen für den Pfusch seien noch immer nicht dingfest gemacht worden. „Andere Kommunen wären dadurch längst pleite“, sagte Stüssel. Die CDU stellte dann auch den Antrag, die Stelle einer hauptamtlichen Ersten Stadträtin nicht mehr zu besetzen. Dieser fand allerdings keine Mehrheit.

Grünen-Fraktionsvorsitzender Edmund Borschel nannte die Bewertung Englers durch die SPD „überheblich“. „Hervorragend heißt: Es gibt nicht einen Kritikpunkt.“ Borschel fragte etwa: „Warum brauchen wir eine Erste Stadträtin, die zu Diamantenen Hochzeiten hingehen muss?“ Der Grünen-Politiker schlug vor, solche Aufgaben künftig auf die ehrenamtlichen Magistratsmitglieder zu verteilen.

Auch der Vorstoß der Grünen, die Stelle eines Ersten Stadtrates für die Stadt Baunatal jetzt komplett neu auszuschreiben, scheiterte letztendlich an der SPD-Mehrheit. Dr. Rainer Oswald (FDP) unterstützte die CDU und die Grünen in deren Argumentation.

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