Hochwasserschutz in Kirchbauna: Nahe der OTC entsteht für 2,5 Mio. Euro weitere Regenauffangstation

Regenrückhaltebecken soll Überflutungen am VW-Werk verhindern

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Auffangstation nach starken Regenfällen: Im Verhältnis zu den fünf Original-Teile-Centern von VW bei Kirchbauna , deren Gebäude allein eine Fläche von 65 Fußballfeldern belegen, wirkt das neue Rückhaltebecken (36 mal 20 Meter) klein.

Baunatal. Im Verhältnis zu den riesigen Hallen der fünf Original-Teile-Center von VW wirkt das Regenrückhaltebecken, das südlich davon entsteht, bescheiden.

Aber seine Ausmaße sind so klein nicht: Auf einer Fläche von 36 mal 20 Metern wird östlich des Gewerbegebiets Kirchbauna gebaut. Die Investition stellt ebenfalls keine Kleinigkeit dar: 2,5 Millionen Euro kostet das Auffangbecken, das starke Regenfluten kanalisieren und die Umwelt vor giftigen Stoffen bewahren soll.

Der Regen, der auf die versiegelten Flächen des OTC-Geländes und des neuen VW-Logistikzentrums Cross Dock fällt, versickert dort nicht. Das kann bei starken Regenfällen – in jüngerer Zeit öfter der Fall – zum Problem werden, Überschwemmungen drohen.

Schon jetzt nehmen zwei Becken das Wasser aus den Industriegebieten Das Linn, Linnfeld und Heisterhagen auf. Diese Auffangstationen fassen 5100 und 3000 Kubikmeter. Das Regenwasser vom Areal des OTC 1 fließt in ein Becken am VW-Kraftwerk jenseits der Autobahn 49.

Doch nach den Vorgaben im Gesamtkonzept der Stadt Baunatal für den Hochwasserschutz fehlt noch ein Baustein, um auf der sicheren Seite zu sein: Dieses Becken mit einer Kapazität von 1500 Kubikmeter entsteht nun.

Genau genommen sind es zwei Bauwerke – ein Regenklär- und ein Regenrückhaltebecken. Das erstgenannte soll Schadstoffe und Unrat aufgefangen. Zudem werden Ölreste, die durch den starken Lkw-Verkehr im OTC-Gebiet ins Regenwasser geraten, abgepumpt und entsorgt. So ein Klärbecken sei Vorschrift, sagt Dr. Ulrich Hoppe von der Hessischen Landgesellschaft (HLG), die das Bauprojekt im Auftrag der Stadt Baunatal verwirklicht. Das geklärte Wasser fließt in die Bauna.

Für die Kommune hat die Abwicklung durch die HLG den Vorteil, dass von der Vergabe bis zur Endabrechnung alles in einer Hand liegt. Die Stadt wird die Anlage nach der Fertigstellung im September kaufen, Betrieb und Unterhaltung werden die Baunataler Stadtwerke übernehmen.

Die Becken sind nach oben offen. Zäune und Geländer werden für Sicherheit sorgen.

Das Industriegebiet Linnfeld südlich der Wolfsburger Straße ist mit dem Becken auch für weitere Gebäude von VW, zum Beispiel ein OTC 6, gewappnet. Auf den unbebauten Grundstücken, auf die Volkswagen eine Option hat, wurden bereits Kanäle verlegt. Nach Angaben der Stadtwerke wurden vier Kilometer Leitungen mit 30 Zentimeter Durchmesser für Schmutz- und Abwasser verlegt. Für das Regenwasser wanderten zwei Kilometer Leitungen in den Boden, diese haben einen Durchmesser von maximal 1,40 Meter. HINTERGRUND

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