Aufgabenliste bis 2017: Stadt muss Stadthalle, Stadion, Sportanlagen und weitere Gebäude erneuern

Sanierung städtischer Gebäude in Baunatal kostet 34 Mio. Euro

Parkstadion von oben. Archivfoto: Morawietz/nh

Baunatal. Der laufende Rathaus-Umbau ist nur ein erster Schritt. Eine Reihe weiterer städtischer Gebäude, viele aus den 60er- und 70er-Jahren stammend, muss erneuert werden.

Auf HNA-Anfrage bezifferte Baunatals Bürgermeister Manfred Schaub den Bedarf für die nächsten fünf Jahre auf 34 Millionen Euro. Größter Posten: Die Stadthalle mit geschätzten Sanierungskosten von 9,9 Mio. Euro.

„Das ist alles in die Jahre gekommen“, sagt Schaub – darunter die Kulturhalle Großenritte (Baujahr 1956), das Parkstadion (Baujahr 1978) und die Sporthalle Hertingshausen (Baujahr 1987). Zwar sind immer wieder Mängel repariert, Teile erneuert worden, aber letztlich war es Stückwerk. Wenn man die Gebäude auf Dauer erhalten wolle, müsse grundlegend saniert werden, so Schaub: „Daran kommt man nicht vorbei.“

Kulturhalle Großenritte in alten Zeiten

Der Bürgermeister hält nach den Erfahrungen der Vergangenheit wenig vom Kurieren einzelner Symptome, eine komplette Kur sei auf Sicht gesehen sinnvoller und kostengünstiger. Deshalb erfolgt an den älteren Gebäuden zunächst eine umfassende Bestands- und Mängelaufnahme, um ein Gesamtkonzept erstellen zu können. Auch werden die Nutzer einbezogen.

So gab es bereits Gesprächsrunden mit den Vereinen in Hertingshausen und Großenritte wegen der dortigen Hallen. Für diese Vorhaben weist der städtische Haushalt 2012 bereits Planungskosten aus, insgesamt wird der Aufwand für die Sanierungen auf 4,6 und fünf Mio. Euro geschätzt.

Für den Umbau des alten Postgebäudes zu einem Sozialzentrum und die Sanierung des Feuerwehr-Stützpunktes werden jeweils 2,5 Mio. Euro kalkuliert. Die eigentliche Rathaus-Sanierung, die allerdings frühestens 2016 beginnen soll, erfordert weitere 4,9 Mio. Euro. 1,2 Mio. Euro müssen in das in Teilen bereits modernisierte Parkstadion gesteckt werden.

Auf eine Liste der Baufachleute im Rathaus stehen weitere Objekte. Summarisch erfasst sind Kindergärten, Gemeinschaftshäuser, Friedhofs- und Sportplatzgebäude. Auch ohne konkrete Vorhaben wird der jährliche Unterhaltungsbedarf auf 400 000 Euro geschätzt.

Was demnächst in Angriff genommen werden soll, müssen die Stadtverordneten in den Haushaltsberatungen für 2013 erörtern. Für Schaub indes ist klar: Angesichts der Sanierungsaufgaben ist an Neubauten, deren Bau- und Folgekosten die Stadt allein zu tragen hätte, trotz erfreulicher Gewerbesteuereinnahmen dank der guten VW-Konjunktur nicht zu denken. 48 Mio. Euro erwartet Baunatal 2012, muss aber davon einen Großteil an Kreis, Land und Bund weiterleiten. HINTERGRUND KOMMENTAR

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