Parkregelungen sind unübersichtlich

Baunataler Friedrich-Ebert-Allee: Schilderwald verwirrt Autofahrer

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Schilderwald: Auf diesem Abschnitt der Ebert-Allee wurde mit Hinweisschildern nicht gegeizt, was zur Verwirrung beiträgt.

Baunatal. Wirrwarr an der umgebauten Friedrich-Ebert-Allee in Baunatals Innenstadt: Vor lauter Verkehrsschildern erkennt der Autofahrer bald die Parkplätze nicht mehr.

Allein auf dem kurzen Teilstück der Friedrich-Ebert-Allee zwischen den beiden Kreiseln, häufen sich die Hinweise zu den diversen Parkregelungen dermaßen, dass man schon mal den Durchblick verlieren kann. Unbegrenztes Parken, zweistündiges Parken und Kurzparken wechseln sich munter ab. Gegenüber dem Bistro Roxy zum Beispiel hat man es besonders gut gemeint: Die Zwei-Stunden-Park-Schilder wiederholen sich nach jeder Parkbucht. Das ist nicht billig: Rund 150 Euro kostet laut Stadtverwaltung so ein Schild inklusive Aufbau. Auch am Scirocco-Kreisel wurde mit Verkehrsschildern nicht gespart. Das sei für Autofahrer verwirrend, meinte dazu ein Passant vor Ort.

Auch die Parkregelung zwischen Aldi- und Scirocco-Kreisel in Baunatal ist verwirrend, je nachdem, in welcher Parkbucht man steht. Vor der Rathaus-Apotheke scheint die Parkerlaubnis nicht davon abzuhängen, wo man steht, sondern woher man kommt: Autofahrer, die aus Richtung Aldi-Kreisel kommen, blicken auf ein Schild, das eine halbe Stunde mit Parkscheibe erlaubt. Wer vom Scirocco-Kreisel her diese Parkbuchten ansteuert, dem verspricht ein anderes Schild unbegrenztes Parken. Heinz Vonjahr aus Schauenburg ist der Widerspruch aufgefallen.

Halbe Stunde und unbegrenzt parken auf den gleichen Parkplätzen, das kann natürlich nicht sein. Baunatals Pressesprecher Thomas Briefs bedankt sich für den Hinweis. Es sei bei dem zweiten Schild einfach der Zusatz für die Parkdauer von einer halben Stunde vergessen worden. Das Anbringen dieses Zusatzschildes werde nachgeholt.

Die Stadt verteidigt den Schilderwald. Man habe bereits vor mehr als zehn Jahren im Rahmen eines Verkehrsentwicklungsplans ein einheitliches Konzept für die kostenlose Nutzung der Parkplätze eingeführt, sagt Pressesprecher Briefs. Auf den meisten Plätzen sei zwei Stunden parken erlaubt, das berücksichtige die Interessen der Kunden in der Innenstadt.

Die Kurzparkzone auf „einigen hochfrequentierten Parkplätzen“ sei für diejenigen gedacht, die nur kurz etwas in der City zu erledigen haben, und die zeitlich unbegrenzten Stellplätze seien vor allem für Anwohner, Mitarbeiter von Verwaltungen und Geschäftsleute aus der Innenstadt gedacht, erklärt Briefs.

Mit diesem System werde sichergestellt, dass möglichst viele Autofahrer, die die City besuchen, einen der kostenlosen Parkplätze nutzen können, erklärte Bürgermeister Manfred Schaub (SPD). Im Übrigen habe man sich beim Umbau der Allee und der Errichtung der Kreisel mit Verkehrsexperten abgestimmt. Die Schilder seien aus rechtlichen Gründen notwendig.

Von Peter Dilling

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