Baunataler Herbstpalast: Musiker, Kabarettisten und Schauspieler bieten volles Programm in der VW-Stadt

Von „Omma“ bis zu Winnetou

Zukunftsblicke: Tobias Mann kommt mit neuem Programm.

Baunatal. Eine Omma will als Superstar durchstarten, eine Sauerländerin wird kriminell, ein halbes Hähnchen sucht nach seiner besseren Hälfte und ein Mann bringt auch noch die deutsche und europäische Wirklichkeit ins Spiel. Theater, Musik, Musical und Comedy – der Baunataler Herbstpalast bietet ein Programm, so bunt, dass jeder etwas für sich findet und mit so unterschiedlichen Akteuren, dass sich dieses Festival schwer zusammenfassen lässt.

Vom 26. September bis 5. Oktober verwandelt sich die Baunataler Stadthalle wieder in einen Herbstpalast. An den neun Abenden und einem Nachmittag sind Künstler aus dem gesamten Bundesgebiet zu Gast.

Die Berliner Schauspielerin Grit Boettcher, die in den 50er- und 60er-Jahren neben Rühmann und Fuchsberger spielte, kommt nach Baunatal und erzählt am Montag, 29. September, in einer Familienkomödie die Geschichte einer 69-Jährigen, die ein Laien-Casting gewinnt. Statt, wie erhofft, zum Star zu werden, muss sie mit ihrer Reife als „ganz normale Großmutter“ auftreten.

Auch weiblich, aber nicht ganz so anspruchsvoll tritt am Mittwoch, 1. Oktober, die Kabarettistin Frieda Braun auf. In ihrem Programm „Sammelfieber“ spricht die gelernte Werbetexterin von der Schwierigkeit, einen Wohltätigkeitsbasar zu organisieren – komisch, merkwürdig und querdenkend. Florian Schröder, der nach eigener Aussage „offen für alles und nicht ganz dicht“ ist, thematisiert die Relevanz alltäglicher Entscheidungen und empfiehlt den Zuschauern in seinem Programm „Entscheidet euch“, erst einmal alle Optionen kennenzulernen. Um Optionen geht es auch bei Mathias Richling, der am Freitag, 3. Oktober, mit „Deutschland to go“ (Regie: Günter Verdin) auftritt. Seine Optionen sind: Realität oder Fiktion? In einem Pointenfeuerwerk widmet er sich der aktuellen deutschen und europäischen Politik. Vermutlich etwas weniger komisch und dafür gekonnt musikalisch kommt Pe Werner am Samstag, 4. Oktober, mit „Turteltaub“ daher. Mit gecoverten und eigenen Stücken aus den Bereichen Pop, Chanson, Jazz und Klassik hat sie bereits die Jury des German Jazz Awards überzeugt. „Verrückt in die Zukunft“ heißt das Programm von Tobias Mann, der sich am Sonntag, 5. Oktober, auf eine etwas andere Art und Weise mit politischen und gesellschaftlichen Zusammenhängen beschäftigt.

Auftakt mit Manpower

Die Band The Baseballs besteht aus drei Männern, die, mehrfach ausgezeichnet, die Musik der Moderne mit der der 50er- und 60er-Jahre verbinden. Sie spielen als Auftakt am Freitag, 26. September. Noch mehr junge Männer kommen am Donnerstag, 2. Oktober, mit der Vocalband Maybebop in die Stadthalle. Die vier Freunde aus Hamburg lassen verschiedene Genres hören und füllen die Stücke mit nordischem Charme.

Spontanität und Spielfreude zeigen am Samstag, 27. September, Martin Reinl und Carsten Hake mit ihrer Puppen-Impro-Show „Pfoten hoch“. Hier erzählt das Publikum die Geschichte.

Für Kinder wird am Sonntag, 28. September, ab 16 Uhr das Theaterstück mit Musik „Kleiner Häuptling Winnetou“ vom Theater Cocomico gespielt. DREI FRAGEN

ABSTIMMUNG

Von Anna Lischper

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