Besucher zum Baunataler Kulturangebot: Sehr schön, aber ausbaufähig

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Treffpunkt Kultur: Bärbel Thieme aus Felsberg (von links), Dieter Hess aus Stuttgart, Julia und Steffen Kirchhof aus Kassel sowie Harald und Maria Weilbach aus Baunatal nutzten die Pause im Abendprogramm der Stadthalle zu anregenden Gesprächen.

Baunatal. Rote Teppiche, ein dekorativer, großer Ballon neben der Bühne, aufwendige Lichteffekte, bunte Bänder unter dem Hallendach, geschmückte Bistrotische: Zumindest der Herbstpalast, Aushängeschild Baunataler Kulturveranstaltungen, kam bei seinem Auftakt beim Publikum an.

Doch wie wird das Kulturangebot in der VW-Stadt insgesamt wahrgenommen? Wir fragten am Sonntag einige Besucher und erhielten unterschiedliche Antworten. Das Fazit könnte lauten: Die Stadt ist kulturell auf gutem Weg, das Angebot ist aber noch ausbaufähig.

40 Kilometer Anfahrt

Er nehme Baunatal immer noch vor allem als Sportstadt wahr, sagte Dr. Ullrich Laabs. Manchmal gebe es aber dort so interessante Kulturveranstaltungen, dass er mit seiner Familie die 40 Kilometer weite Fahrt von Homberg aus gern in Kauf nehme. Er habe den Eindruck, dass die Stadt gegenüber den Angeboten in Kassel aufgeholt habe.

Start des Baunataler Herbstpalasts

Gern ein Kulturabstecher nach Baunatal: Sandra Röllig und Michael Heyne aus Fuldabrück.

Sie sei überrascht, wie viel Mühe man sich mit den Besuchern des Herbstpalasts in derStadthalle gebe, sagte Sandra Röllig aus Fuldabrück. Dennoch könne sie sich direkt im Stadtpark ein noch schöneres Ambiente vorstellen. Maria Weilbach aus Baunatal hält das Baunataler Angebot für ausbaufähig. Inhaltlich könne man noch draufsatteln, findet sie. In Sachen kultureller Vielfalt und Ambiente setze die Stadt Vellmar mit ihrem „Sommer im Park“ Maßstäbe. Deren Programm habe sie außerordentlich genossen.

Lydia Nikolaus aus Baunatal, die am Sonntag mit ihren Freundinnen das „Mach blau“-Konzert von Basta a cappella besuchte, ist mit dem kulturellen Angebot der Stadt rundum zufrieden, Allerdings mit einer Ausnahme. Während für Erwachsene keine Wünsche offen blieben, werde für Jugendliche einfach zu wenig angeboten. „Es fehlen die Quietsch-Konzerte für die Teenies“, sagte sie. Das Jugendzentrum sei zu wenig.

Discos fehlen

Nikolaus bedauert, wie einige ihre Freundinnen, dass es keine Jugenddiscos mehr wie früher in Baunatal gebe. Auf diesen Mangel spielte am Sonntag sogar die A-cappella Band bei ihrem Auftritt in der Stadthalle ironisch an.

Von Peter Dilling

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