Zahl der Tagestickets stieg 2012 um 27 Prozent auf über 700

Baunataler Parkstadion: Wohnmobilplatz immer stärker genutzt

Schweizer Gäste am Baunataler Parkstadion: Dario (von links), Paul und Jacqueline machten hierim Juli 2011 mit ihrem Wohnmobil Station. Archivfoto: Kühling

Baunatal. Diesmal wurden 709 Tagestickets gezogen: Das bedeutet für 2012 einen Anstieg von 27,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr bei den Besuchstagen auf dem Wohnmobilstellplatz am Baunataler Parkstadion.

Das sind nach einer kleinen Delle in der Statistik 2011 erheblich mehr als der frühere Rekord 2010 mit 559. Die Station, ab Mai 2008 in Betrieb, besteht mittlerweile aus 16 Stellflächen mit Hecken drumherum. Die Tickets muss man an einem Automaten ziehen.

Die Einnahmen aus den Tagestickets, die 5 Euro kosten, stiegen seit 2008 von 1030 auf 3545 Euro im vergangenen Jahr. Im Rathaus rechnet man jedoch anders. Es sei davon auszugehen, dass eine Wohnmobilbesatzung zwischen 10 und 30 Euro pro Tag in der Stadt lässt – für Einkäufe, Kraftstoff, Badbesuch und ähnliches. Somit sei der Platz auch ein kleiner Wirtschaftsfaktor.

Natürlich ist noch Luft nach oben: In Wolfhagen zum Beispiel wurden in den ersten zehn Monaten des Vorjahres 4845 Wohnmobile auf dem städtischen Platz an den Bruchwiesen registriert.

Interesse an Region

Soweit die Wohnmobilfreunde, die den Platz ehrenamtlich betreuen, wahrgenommen hätten, hätten auch diverse Besucher der documenta im vergangenen Sommer in Kassel in ihren Campmobilen am Parkstadion übernachtet. Darauf weist Baunatals Rathaussprecher Roger Lutzi hin. Generell beobachte man, sagt Lutzi, dass viele Nutzer den Platz dem Parkstadion als Standort nutzten, um von hier aus die Region kennenzulernen. Die Station ist außerdem in mehreren einschlägigen Reiseführern zu finden.

Wie lange die Wohnmobilisten bleiben, sei nicht festzustellen, erläutert Lutzi, weil jedes Ticket lediglich 24 Stunden gilt und man daher nicht erfährt, wer den Platz mehrfach bucht.

Der Aufenthalt ist auch über die 5 Euro Standgebühr hinaus günstig: Für 100 Liter Frischwasser wird ein Euro fällig, die Kilowattstunde Strom kostet 50 Cent, das Entsorgen von Abwasser 10 Cent.

Das Areal für die rollenden Apartments war 2008 angelegt und später auf 16 Plätze erweitert worden. Regie führt die Stadt, aber die Baunataler Wohnmobilfreunde mit Hans-Jürgen Kopke aus Großenritte (Prinzenstraße 29) an der Spitze betreuen die Anlage. Fast jeden Tag schaut einer aus der Gruppe vorbei.

Von Ingrid Jünemann

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