Kino- und Kulturzentrum auf Langenberg-Grundstück in Altenbauna

Baunataler Parlament: Grünes Licht für Kino und Wohnungen

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So soll es werden: Auf der Langenbergwiese könnte schon bald dieses Kino- und Kulturzentrum stehen. Computerillustration: FTB / nh

Baunatal. Das Projekt eines Kino- und Kulturzentrums auf dem Langenberg-Grundstück in Altenbauna hat eine wichtige Hürde genommen: Einstimmig gaben die Baunataler Stadtverordneten vorgestern während ihrer Sitzung im Rathaus grünes Licht für das Vorhaben.

Somit kann der Magistrat in die Detailplanung einsteigen und der Bauantrag vorbereitet werden. Der Investor, die Filmbetriebe Wolfgang Schäfer aus Kassel, wollen möglichst schon im Herbst mit dem Bau beginnen. Übernächstes Jahr könnten die ersten Filme laufen.

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Sowohl die SPD-Mehrheitsfraktion als auch die Opposition aus CDU und Grünen lobten das Projekt als wegweisend für die Entwicklung der Innenstadt. Er sei „glücklich“, dass der Komplex das Quartier an der Langenbergstraße weniger belasten und sich viel besser ins Stadtbild einfügen werde, als das früher einmal vorgesehene elfstöckige Haus mit 140 Garagen und Stellplätzen, sagte CDU-Fraktionschef Sebastian Stüssel.

Das Kinogeschäft habe 2013 in Deutschland die Eine-Milliarde-Euro-Umsatzmarke geknackt“, sagte SPD-Fraktionschef Reiner Heine und fügte hinzu: „Das macht uns Mut, dass die Entscheidung für das Kino richtig ist“. Allerdings müssten die Stadtverordneten „noch einige Hausaufgaben machen“, meinte Heine weiter. Das Kino- und Kulturzentrum müsse sowohl mit Pkws als auch mit Bus und Bahn gut erreichbar sein. Die SPD werde sich dafür einsetzen, dass die Belastungen für die Anwohner so gering wie möglich gehalten werden. Da könne beispielsweise der Bau einer Tiefgarage helfen.

Die Grünen wollen vor allem ein ökologisch korrektes Gebäude erreichen. Das Zentrum müsste nach dem aktuellsten energetischen Standard errichtet werden, eine Dachbegrünung, eine Fotovoltaikanlage und eine Regenwasserversickerungsanlage erhalten, sagte Lothar Rost für seine Fraktion. Das Haus müsse außerdem an das Fernwärmenetz angeschlossen werden.

Wohnungen an Akazienallee 

2015 könnte am Baunsberg gebaut werden, um unter anderem den Mangel an kleineren, barrierefreien Wohnungen zu mildern. Mit der Änderung eines Bebauungsplans aus den Sechzigerjahren für ein Grundstück an der Akazienallee, südlich der Friedrich-Ebert-Schule, werden alte Pläne für den Bau eines Hochhauses zu den Akten gelegt. Stattdessen sollen - auch mehrgeschossige - Gebäude errichtet werden, die den Blick auf den Baunsberg nicht verstellen. Die Stadtverordneten gaben grünes Licht für einen geänderten Bebauungsplan, der noch dieses Jahr aufgestellt werden soll. Der Basketball- und Bolzplatz auf dem Gelände sollten aber erhalten bleiben, regte Lothar Rost von den Grünen an.

Von Peter Dilling

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