Baunataler CDU reagiert scharf auf SPD-Kritik – Ideenklau beklagt

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Andreas Mock

Baunatal. Die CDU sei weitgehend untätig, dieser Kritik der SPD-Mehrheit widerspricht der Baunataler Unionsvorsitzende Andreas Mock vehement.

Er nennt es nicht nur Arroganz und „einen einmaligen Vorgang“, als Partei in dieser Weise abqualifiziert zu werden, er zählt auch eine Reihe Konzepte und Vorschläge der CDU auf. Außerdem wirft er den Genossen vor, Ideen der Christdemokraten gestohlen und unter eigenem Namen neu eingebracht zu haben.

Drei Konzepte

SPD-Parteichef Martin Hühne hatte öffentlich einen Mangel an politischer Konkurrenz in Baunatal beklagt. Dem hält Mock, früher auch Fraktionsvorsitzender der CDU, entgegen: Die CDU habe in den vergangenen Jahren drei eigene Konzepte zu Familienfreundlichkeit, wirtschaftlicher Entwicklung und Energieeffizienz vorgelegt.

Doch seien Anträge auf ermäßigte Grundstückspreise für Familien, auf energetische Sanierung von Altbauten und zur Gestaltung von Guntershausen als Musterstadtteil für regenerative Ideen abgelehnt worden, so zählt Mock in einer Pressemitteilung auf. Andere Anträge – etwa zu DSL oder zur Wirtschaftlichkeit städtischer Gebäude – seien verworfen und später von der SPD unter eigenem Namen umgesetzt worden.

Auch den Kunstrasenplatz, die Musikschule oder das Wohngebiet Am obersten Heimbach schreibt sich die CDU auf ihre Fahnen. Aktuell habe die SPD die Idee von Leihomas und Leihopas -omas, nun Wunschgroßeltern genannt, wiederbelebt.

Mocks Fazit: Mit der SPD brauchten die CDU und auch die Grünen – die waren von Hühne ebenso kritisiert worden – einen Vergleich in Sachen Anträge, Anfragen oder Redebeiträge im Parlament nicht scheuen.

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