Ersatz für die Buslinie 58

Finanzierung ist völlig offen

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Weiterhin in der Diskussion: Die Busverbindung zwischen Schauenburg und Baunatal. Ob es eine neue Linie geben wird, bleibt offen.

Baunatal/Schauenburg. Zum Fahrplanwechsel am 9. Dezember ist die letzte direkte Busverbindung zwischen Schauenburg und der Baunataler Innenstadt – die Linie 58 – gekappt worden. Nun soll über eine Ersatzvariante diskutiert werden.

Am Donnerstag soll es Gespräche zwischen den den beiden Kommunen, dem Landkreis und dem Nordhessischen Verkehrsverbund (NVV) geben. Allerdings scheint sich die Finanzierung äußerst schwierig zu gestalten.

Grundsätzlich ist Schauenburgs Bürgermeisterin Ursula Gimmler (CDU) für eine Rückkehr der Busse auf dieser Strecke. „Die Verbindung zwischen diesen beiden Orten ist sehr wichtig“, sagte sie beim Neujahrsempfang der Gemeinde. Es müsse einfach gelingen, eine vernünftige und bezahlbare Variante hinzubekommen. Konkret sei aber nocht nichts, betont die Bürgermeisterin am Montag. „Es gibt so viele Möglichkeiten.“

Insgesamt zurückhaltender äußert sich Baunatals Bürgermeister Manfred Schaub (SPD). „Die Fahrplanfachleute sind dabei zu rechnen, was geht“, sagt er. „Wir brauchen noch ein paar Tage.“

Woher das Geld für die Buslinie kommen soll, weiß noch niemand so recht. Nach Angaben von NVV-Sprecherin Sabine Herms kostet der Betrieb einer solchen Linie rund 600 000 Euro. Da es sich nicht um eine regionale, sondern um eine lokale Linie handele, müsse das Geld von den Kommunen und dem Landkreis alleine aufgebracht werden. „Das sagt der Gesetzgeber ganz klar.“

Bürgermeisterin Ursula Gimmler hatte kürzlich die Hoffnung geäußert, dass sich die Finanzierung aus Ende 2012 in die Kasse des NVV gelangte Infrastrukturmitteln (1,1 Millionen Euro) ergeben könnte. Das Geld sei schon ausgegeben, sagt Landkreissprecher Harald Kühlborn hingegen. „Das ist alles schon passiert.“ Derzeit gebe es überhaupt kein überschüssiges Geld mehr, das der Kreis für Nahverkehr aufwenden könne. „Dennoch versuchen wir, das Problem zu lösen.“

Von Sven Kühling

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