Wiederrechtscher Hof: Eigentümer Johann Kapler kam trotz Einladung nicht

Baupläne weiter ungewiss

Treffpunkt Dorfplatz Dörnhagen: Der SPD-Ortsverein hatte zu einer öffentlichen Vorstandssitzung eingeladen. Peter Cours (links) begrüßte die Bürger am Walterschen Haus. Fotos: Wohlgehagen

Fuldabrück. Ob Johann Kapler sein millionenschweres Seniorenwohnprojekt in Dörnhagen verwirklichen wird, bleibt weiterhin unbestimmt.

Der Eigentümer des Wiederrechtschen Hofgrundstücks kam nicht zur öffentlichen Vorstandssitzung, zu der ihn der SPD-Ortsverein eingeladen hatte. Die Enttäuschung der teilnehmenden Mitglieder und Bürger, die auf persönliche Aussagen von Kapler gehofft hatten, war groß.

Informationen aus erster Hand gab es hingegen über das „Waltersche Haus“ am Dorfplatz, das erhalten werden soll.

Die SPD hatte ihr Protestschild mit der Aufschrift „Schandfleck“ am früheren Wiederrechtschen Hof nicht wieder hingestellt, weil der Eigentümer den zuvor verwilderten Baugrund Anfang Juni mit einem Minibagger säubern ließ.

„Johann Kapler hat mir am Telefon bestätigt, dass er jetzt bauen will. Es geht immer noch um altersgerechtes Wohnen“, sagte der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Peter Cours.

Gut erhaltene Bausubstanz: Architekt und Denkmalexperte Horst Kramer zeigt auf die Holzbalken am Walterschen Häuschen.

Architekt Horst Kramer, der für die Gemeinde Fuldabrück im Denkmalschutzbeirat des Landkreises mitarbeitet, erläuterte anhand von Plänen, welche Gebäude und Grundstücke im Dorf als schützenswert eingestuft sind. Im Ortsbild Dörnhagens stehe auch das Wiederrechtsche Hofgrundstück unter dem sogenannten Ensembleschutz, sagte der Experte vor Ort.

Viele Bürger trauen den Aussagen des Grundstückseigentümers nicht mehr: „Herr Kapler hat schon ganz andere Pläne gehabt, die alle nicht verwirklicht wurden“, sagte Manfred Riekel, der mit seiner Ehefrau Helga an der öffentlichen SPD-Vorstandssitzung teilnahm. Auch Bürger Gerhard Schätzlein vermisste authentische Aussagen des Grundstückseigentümers. Peter Cours wartet jetzt darauf, dass Fakten geschaffen werden. Der SPD-Sprecher erinnerte bei dem Ortstermin an die Hilfestellung der Gemeinde, als es um den Abriss der Scheune gegangen sei. „Wir werden das im Auge behalten“, sagte der Vorsitzende der Gemeindevertretung.

Zukunft für Waltersches Haus

Auf Zustimmung stießen die von Horst Kramer vorgestellten Umbau- und Nutzungsvorstellungen für das Waltersche Haus. Das in der Bausubstanz noch gut erhaltene Fachwerkhaus der Gemeinde Fuldabrück soll als ein Stück Ortsgeschichte für Ausstellungen und Veranstaltungen erhalten werden.

Der Vorsitzende des Kuratoriums der Dörnhagener Vereine, Walter Schütz, kündigte während einer Begehung des Gebäudes konkrete Pläne für den Umbau des Hauses an. (ppw)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.