Wohnquartiere für junge Familien

31 neue Bauplätze bei Elgershausen

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Sie stellten beim Spatenstich die Pläne für die Erschließung vor: Bürgermeisterin Ursula Gimmler (von links), Erster Beigeordneter Manfred Nehm und Joachim Kothe von der HLG.

Schauenburg. Elgershausen wächst und bietet bald noch mehr Wohnquartiere für junge Familien: Gerade ist der Startschuss zur Erschließung des Baugebiets Fiedelhof Süd am Ortsausgang Richtung Großenritte gefallen.

Dort verschwindet das momentan noch gelb leuchtende Rapsfeld. Es macht Platz für 31 neue Einfamilienhäuser. Schon nach den Sommerferien könnten die ersten Rohbauten hochgezogen werden.

Die Grundstücke haben eine Größe zwischen rund 500 bis 900 Quadratmetern und werden im Auftrag der Gemeinde von der Hessischen Landentwicklungsgesellschaft (HLG) vermarktet. Insgesamt hat das Gelände eine Fläche von gut zweieinhalb Fußballfeldern. Die Grundstücke schließen sich an die vorhandene, dem Edeka-Markt gegenüberliegende Bebauung an. Die Umlegung der früher in verschiedenen Händen befindlichen Flächen sei problemlos verlaufen, sagte Jürgen Kampf vom Landesamt für Bodenmanagement. Die Verhandlungsbereitschaft der Alteigentümer habe dazu beigetragen, dass die Erschließung nun zügig erfolgen könne, sagte Bürgermeisterin Ursula Gimmler (CDU). Probleme gab es allerdings mit den dort lebenden Lerchen. Die Vögel mussten durch eine Vergrämungsaktion zum Umzug bewegt werden.

Schon im Juni könnten die ersten Kaufverträge geschlossen werden, erklärte Joachim Kothe von der HLG. Gute Standorte mit ausgeprägter Infrastruktur wie Elgershausen seien im Speckgürtel Kassels begehrt, sagte er.

Blick aus der Luft: Gelb umrandet ist das Neubaugebiet zu erkennen.

Laut der Bürgermeisterin gibt es für das Gebiet eine Vormerkungsliste mit 82 Interessenten. In fünf Jahren, so schätzt sie, wird der Fiedelhof, der durch eine Stichstraße von der Großenritter Straße her erschlossen wird, voll bebaut sein. Und damit muss noch nicht Schluss sein: Es gibt noch eine Reservefläche, so groß wie fünf Fußballfelder, die eine weitere Bebauung fast bis zum Kreisel am Gewerbegebiet ermöglicht. Die Erschließungsstraße wird für eine Erweiterung schon vorbereitet. Die Bewohner des neuen Quartiers können über Fußwege die Altenritter Straße und den Ortskern erreichen. Parkplätze wird es nur auf den Grundstücken geben.

Die Eigenheimbauer sollen die Grundstücke für 109 Euro pro Quadratmeter erschließungsfrei, zuzüglich einer Anschlusspauschale von 3000 Euro, erwerben können. Dafür müssen die Käufer allerdings eine kleine „Kröte“ schlucken. Sie müssen auf eigene Kosten auf ihrem Grundstück unterirdisch eine spezielle Zisterne errichten, die wie ein Regenrückhaltebecken im Kleinformat funktioniert. Denn der vorhandene Abwasserkanal allein könne das Gebiet nicht entwässern, erläuterte Gimmler. Die Zisternenlösung sei günstiger als der Bau eines Regenrückhaltebeckens oder eines neuen Kanals. Ohnehin nutzten heute viele Eigenheimbesitzer das Regenwasser als Brauchwasser. Zu den Kosten der Zisterne konnten weder Gimmler noch Kothe etwas sagen.

Das gegenüberliegende Baugebiet Elgershausen -Ortsmitte mit seinen 53 Grundstücken ist laut Gimmler inzwischen, fünf Jahre nach dem Baustart, vollständig bebaut. Gerade werden die Bürgersteige angelegt und die Straße erhält eine Feindecke.

Von Peter Dilling

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