Grundstücke in Kommunen des nördlichen Altkreises werden knapp - Fuldatal ist noch gut bestückt

Bauplätze im Speckgürtel gefragt

Ausverkauft: Nach schleppendem Beginn zog im Espenauer Baugebiet Bruchfeldweg die Nachfrage im vergangenen Jahr deutlich an. Inzwischen sind alle Grundstücke weg, die Straßen werden noch in diesem Jahr fertiggestellt. Fotos: Wewetzer

Vellmar / espenau / ahnatal /  Fuldatal. Der Wohnungsmarkt in Kassel ist eng geworden. Das ist die Chance für die Kommunen im Speckgürtel der documenta-Stadt. Dass die Nachfrage dort steigt, liegt auch daran, dass Grundstücke außerhalb Kassels in der Regel günstiger sind.

Im ausverkauften Baugebiet Bruchfeldweg in Espenau kostete der Quadratmeter 88 Euro, am Vellmarer Osterberg 125 Euro. In Kassel-Harleshausen zum Beispiel, das an den Osterberg grenzt, muss der Bauwillige für eine gute Lage schon mal bis zu 200 Euro pro Quadratmeter zahlen. Aber: Bis auf wenige Ausnahmen sind Bauplätze in attraktiven Lagen des Speckgürtels zurzeit Mangelware. Das zeigt ein Blick auf die Kommunen im nördlichen Altkreis.

Vellmar

Wer in der Wohnstadt Vellmar sesshaft werden will, die mit der Nähe zu Kassel und der neuen, direkten Tram-Anbindung punkten kann, hat zurzeit schlechte Karten. Nach Auskunft der Stadt ist das aktuelle Baugebiet Osterberg mit knapp 100 Grundstücken, das seit 2002 in zwei Abschnitten erschlossen wurde, inzwischen „komplett ausverkauft“. Ende 2011 wurden die letzten Grundstücke verkauft.

Und auch auf private Investoren können potenzielle Häuslebauer zurzeit in Vellmar nicht zurückgreifen. Die Firma Wicker Wohnungsbau, die Bauland im Bereich der Hamburger Straße erschlossen hatte, hat zurzeit ebenfalls nichts mehr im Angebot. Wicker arbeitet aber an einem Bebauungsplan, der in diesem Bereich rund 50 neue Grundstücke schaffen soll. Wer zurzeit in Vellmar bauen will, muss sich auf einzelne Baulücken in den Stadtteilen konzentrieren.

Ahnatal

In Ahnatal sind zumindest bei der Gemeinde nur noch Restgrundstücke zu bekommen. Acht - nicht erschlossene - Bauplätze stehen in Weimar unterhalb der Straße Am Siebenborn zur Verfügung. Dazu kommen am Kammerberg und in Heckershausen aber noch Plätze privater Investoren im unteren zweistelligen Bereich.

Espenau

Nichts geht mehr, heißt es zurzeit in Espenau. Nach schleppendem Beginn sind die 24 Plätze des Baugebietes Bruchfeldweg in Mönchehof alle weg. Die Gemeinde hat reagiert und will in Mönchehof (sechs Bauplätze ) und Hohenkirchen (20 Plätze) zwei neue Baugebiete ausweisen. Geben die Gemeindevertreter in ihrer Sitzung Anfang März grünes Licht, soll im Sommer mit der Erschließung begonnen werden. Die ersten Grundstücke könnten dann noch in diesem Jahr bebaut werden. Eine „rege Nachfrage“ - ohne bislang überhaupt für die neuen Baugebiete geworben zu haben - hat die Gemeinde jetzt schon registriert, hieß es auf Anfrage.

Fuldatal

Gut bevorratet mit Bauplätzen ist im nördlichen Altkreis zurzeit Fuldatal. 30 Grundstücke gibt es noch in Ihringshausen „Am Hasenstock“, vier im „Ährenfeld“ in Rothwesten und zehn bis 16 - je nach Größe - in Simmershausen.

Von Stefan Wewetzer

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