Baustelle Friedrich-Ebert-Allee: Hoffnung auf bessere Zeiten

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Bagger vor der Einkaufsmeile: Nur ein Bauzaun trennt Geschäfte und Passanten von den Tiefbauarbeiten.

Baunatal. Schmutz, Lärm, Staub, Erschütterungen, Umwege zu Fuß oder mit dem Auto, Passanten, die sich durch Lücken im Bauzaun kämpfen: Die Baunataler haben im Herz ihrer City seit Monaten einiges auszuhalten.

Doch die meisten tragen es mit Fassung und Gelassenheit. Diesen Eindruck gewinnt man jedenfalls, wenn man sich mit Geschäftsleuten und Passanten an der Friedrich-Ebert-Allee unterhält. Die meisten Betroffenen verbindet die Hoffnung, dass die Einkaufsmeile entlang der Straße deutlich attraktiver sein wird, wenn der letzte Pflasterstein gesetzt ist.

Zu leiden haben vor allem die Geschäftsleute zwischen Marktstraße und Europaplatz. Sie klagen über weniger Kunden und Umsatzverluste.

Sie freuen sich auf die umgebaute Friedrich-Ebert-Allee: Sylvia und Wolfgang Hübsch aus Baunatal.

„Ich hoffe, der Umbau der Straße wird sich langfristig auszahlen“, sagt Emma Stein, Bedienung in der Gaststätte Roxy. Sie zeigt auf den Bauzaun vor der Kneipe. Dort würden nach dem Umbau zusätzliche Gastplätze im Freien eingerichtet. Bis es so weit ist, muss sie damit klarkommen, dass Gäste wegen des Baustellenlärms wegbleiben. Bis zu 40 Prozent Umsatzverlust gebe es bisher, schätzt sie. Ihr Nachbar gegenüber im Babylon-Grill, Andus Musa, sagt, er mache 20 Prozent weniger Umsatz. Es sei fraglich, ob er das später aufholen könne,

Der Gastronom fragt, ob die Stadt ihm nicht mit einem Nachlass bei der Gewerbesteuer entgegenkommen könne. Musa regt sich außerdem über einen Strafzettel wegen Parkens auf dem Gehweg auf. Er müsse doch schließlich irgendwo parken, um seine Waren ins Geschäft zu bringen.

Gelassenheit ist in der Rathaus-Apotheke angesagt, auch wenn die Laufkundschaft weniger geworden sei, wie die Mitarbeiter sagen. „Für unsere älteren Kunden ist der Weg vom Parkdeck lang“, sagt Marina Jakob. Der Umbau der Straße sei aber wichtig, das Ende der Baustelle absehbar. Der geplante, beschauliche Rastplatz vor der Apotheke sei eine „schöne Idee“, meint sie.

Emma Stein

Lob für den Umbau gibt es auch von Passanten. „Der Plan für die Friedrich-Ebert-Allee ist gut. Das wird sehr schön“, sagt Wolfgang Hübsch, der am Samstag einen Einkaufsbummel in der City machte. Der geplante Aufenthaltsplatz vor der Apotheke werde sicher für mehr Leben in diesem Bereich der Innenstadt sorgen, ergänzt seine Ehefrau Sylvia.

„Die Baustelle dauert eben so lange, wie sie dauert“, sagt Kai-Uwe Döring, der mit seiner Tochter am Rand der Baustelle vorbeigeht, gelassen. Es sei wichtig, dass im Bereich der Raiffeisenbank neue Parkplätze angeordnet würden. Für Autofahrer sei es dort mit dem Parken immer schwierig gewesen.

Von Peter Dilling

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